Pfeiffer Vacuum Technology Aktie
Analyse vom 2011-02-14
PV hat zum Jahreswechsel den Kauf von Adixen, eines Spezialisten für Vakuumpumpen und Lecksuchgeräten, abgeschlossen. Das Unternehmen steigt damit zum Weltmarktführer für Vakuumlösungen auf. Für Adixen hat PV 200 Mio € bezahlt. Die Sparte Vakuumtechnik von Alcatel-Lucent findet sich damit in der Bilanz für 2010 von PV, nicht aber in der Gewinn- und Verlustrechnung. Zur Finanzierung verkaufte PV eigene Aktien, führte eine Kapitalerhöhung um gut 10% durch und nahm dabei insgesamt 112,5 Mio € ein. Der Rest wurde mit Bankdarlehen finanziert. Bei einer Eigenkapitalquote von gut 80%, Finanzschulden von nur 336.000 € sowie Barmitteln von 57,4 Mio € ist dies leicht zu verkraften. Bei Turbopumpen, Komponenten und Messgeräten war PV schon gut aufgestellt. Nur bei V orpumpen bestand Nachholbedarf. Diese Lücke wurde jetzt mit Adixen (2010: 270 Mio € Umsatz bei einer operativen Marge von 10 bis 15%) geschlossen. Zudem verfügt Adixen über eine starke Marktposition in Asien, wo PV bisher kaum Geschäfte machte. Der adressierte Markt liegt jetzt bei 3 Mrd €. Nach starken Zahlen im 3. Quartal hatte PV die Umsatzprognose für 2010 auf 210 Mio € und das operative Margenziel auf mindestens 23% angehoben. Mit dem Zukauf dürfte der Umsatz in diesem Jahr auf über 500 Mio € und das operative Ergebnis auf rund 100 Mio € hochschnellen. PV überzeugt durch ein breites, qualitativ hochwertiges Produktspektrum und eine immer noch starke Bilanz.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-08-16
PV läuft zu alter Form auf. Bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau stieg der Gewinn im 1. Halbjahr um 14%. Die Bruttomarge verbesserte sich nach Abschluss der Neuorganisation der Produktionsabläufe von 43,6 auf 45,9%. Hervorragend laufen die Geschäfte im Ausland. In den USA wuchsen die Erlöse um ein Drittel und in Asien um mehr als die Hälfte. Das Deutschland-Geschäft entwickelte sich dagegen rückläufig. Allerdings profitierte PV im V orjahr von einem Großauftrag aus der Solarindustrie. In der Halbjahresbilanz zeigt sich vor allem der Halbleiterboom. Der Umsatz mit Kunden aus dieser Branche verdoppelte sich auf 10 Mio €. Die Analytik-Sparte entwickelt sich nach der Krise ebenfalls wieder sehr gut. Das Unternehmen kann sich aber auch über viele neue Aufträge freuen. Die Bestellungen stiegen um 29% auf 103,2 Mio €. Gleichzeitig erhöhte sich der Auftragsbestand um 7,3% auf 45,5 Mio €. Das Gesamtjahr will PV mit einem Umsatz von rund 200 Mio € abschließen. Bei der operativen Marge lautet das Ziel mehr als 22%. Im 1. Halbjahr waren es 22,8% und im vergangenen Jahr 20,8%. Wir halten diese Prognosen für realistisch. Auch die VDMA-Daten zur Vakuum- und Drucklufttechnik stimmen optimistisch. Das Unternehmen baut jetzt seine Präsenz in Osteuropa weiter aus. Demnächst entstehen in Moskau eine Vertriebs- und Service-Niederlassung sowie ein Lager, um näher am Kunden zu sein. Russland und seine Nachbarländer sind für PV wichtige Wachstumsmärkte.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
