Wolters Kluwer Aktie
Analyse vom 2011-03-14
Wolters Kluwer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück und konnte die formulierten Ziele übertreffen. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag mit 1,48 € über der prognostizierten Spanne von 1,41 bis 1,45 €. Mit einem Cashflow von 546 Mio € erreichte der Konzern den höchsten Wert seit 9 Jahren. Wir bewerten es positiv, dass die Aktionäre an diesem Erfolg beteiligt werden sollen. Für 2011 ist ein Aktienrückkaufprogramm mit einem V olumen von 100 Mio € geplant und die Dividende soll auf 0,67 € angehoben werden. WK löst sich weiter von dem klassischen Printgeschäft und treibt die digitale Transformation voran. Mittlerweile werden 54% der Umsätze (2009: 52%) über elektronische Kanäle generiert. Immer mehr Kunden steigen von den Print- auf die Onlinelösungen um. Während die Printabos um 6% zurückgingen, konnten die elektronischen Umsätze um 7% gesteigert werden. Das Onlinegeschäft verursacht niedrigere Kosten, sodass wir mittelfristig von einer Verbesserung der Margen ausgehen. Diese drohen 2011 jedoch nicht realisiert zu werden, da das Management von steigenden Löhnen und einem inflationsbedingten Kostenanstieg ausgeht. In seinen Kernmärkten Nordamerika und Europa verfügt der Konzern über stabile und hohe Marktanteile. Die Frage ist, inwieweit es dem Management gelingt, das Geschäft stärker zu internationalisieren. Für 2011 sind wir optimistisch und gehen von moderaten Umsatzund Ergebnisverbesserungen aus.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-09-13
Wolters Kluwer (WK) hat solide Halbjahreszahlen präsentiert. Der Umsatz bewegte sich auf Vorjahresniveau und der operative Gewinn konnte durch folgende Faktoren um 7% gesteigert werden: gutes Kostenmanagement und der konsequente Umstieg auf Onlineund Softwareprodukte mit höheren Margen. Diese generieren mittlerweile 55% des Gesamtumsatzes und ihr Anteil soll mittelfristig auf 75% ausgebaut werden. Dafür sollen jährlich 8 bis 10% des Umsatzes in neue Produkte und Plattformen investiert werden. Die damit einhergehenden Effizienzsteigerungen werden Haupttreiber zukünftigen Gewinnwachstums sein, da WKs Hauptabsatzmärkte, Nordamerika und Europa, gesättigt sind; wir rechnen daher für die Zukunft auch nur mit Umsatzsteigerungen im niedrigen einstelligen Bereich. Diese resultieren aus Preissteigerungen, die der Konzern aufgrund seiner guten Wettbewerbspositionen durchsetzen kann. Die Steuersoftware hat beispielsweise einen US-Marktanteil von 33% und weist Abo-Verbleibquoten von 95% auf. Die Stärke des Unternehmens liegt in seinem stabilen und gut prognostizierbaren freien Cashflow, wofür die hohe Anzahl an Abonnenten (2/3 des Umsatzes) verantwortlich ist. Ziel des Konzerns ist es, mittelfristig einen freien Cashflow von rund 400 Mio € zu erzielen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
