Veolia Environnement Aktie

Analyse vom 2011-01-17

EADS sollte das Jahr 2010 mit Ergebnissen im Rahmen unserer Erwartungen abgeschlossen haben. In den ersten 9 Monaten stieg der Umsatz um 6,2% und die Zahl der Auslieferungen um 23 auf 391 Maschinen. Der Gewinn sank jedoch um ein Drittel. Allein die Währungsabsicherung belastete das Ergebnis mit 800 Mio €. Für das Gesamtjahr stellte der Konzern jeweils mehr als 500 Auslieferungen und Bestellungen, einen Umsatz von über 44 Mrd € und ein operatives Ergebnis von 1,1 Mrd € in Aussicht. Daraus errechnet sich ein Gewinn von gut 500 Mio €. Aufgrund hoher Anzahlungen und weniger Kundenfinanzierungen dürfte der freie Cashflow bei 800 Mio € liegen. Die Triebwerkspanne beim A380, wofür aber Rolls Royce geradestehen muss, bringt zwar den weiteren Auslieferungsplan durcheinander. Und auch der Langstreckenjet A350 kommt später als erwartet. Dennoch ist EADS für die Zukunft zuversichtlich. Die Erholung in der zivilen Luftfahrt führt zu mehr Bestellungen und Auslieferungen, während die Kosten unter Kontrolle sind. Schon in den ersten 9 Monaten erhöhte sich der Auftragsbestand um 10% auf 426,4 Mrd €, was einer Auslastung von fast 10 Jahren entspricht. Wichtigster Garant für Umsatz- und Gewinnwachstum ist der A320. Insofern war die Entscheidung richtig, das Modell mit neuen sparsameren Triebwerken auszurüsten, anstatt eine völlige Neukonstruktion einzuleiten, die vor 2020 kaum auf den Markt gekommen wäre und EADS vermutlich finanziell überfordert hätte.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-07-19

Für EADS haben sich die Perspektiven verbessert. Der Konzern war der große Profiteur auf der ILA in Berlin. Die Tochter Airbus zog Aufträge im Wert von über 15 Mrd $ an Land. Unter anderem wurden für 11,5 Mrd $ 32 Maschinen vom Typ A380 bestellt. EADS kann das Geld gut gebrauchen, schließlich ist die Finanzierung des neuen Langstreckenjets A350, der 2013 auf den Markt kommen soll, noch nicht in trockenen Tüchern. Und der Konzern hat jetzt mehr Spielraum für Zukäufe in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit. Im Rüstungsgeschäft kann der Konzern auf den 35 Mrd $ schweren Auftrag für neue US-Tankjets hoffen. Die Chancen stehen gut, denn der A330MRTT gilt als leistungsfähiger als die 767 NextGen von Boeing. Zudem profitiert EADS von der Euro-Schwäche. Alle Einnahmen der Tochter Airbus fallen in Dollar an, während die Kosten zum Großteil im Euroraum entstehen. Insofern dürfte EADS seine Umsatzprognose demnächst anheben. Bislang wird mit 43 Mrd € gerechnet. EADS profitiert aber nur beim Umsatz. Anders sieht es beim Gewinn aus wegen der Absicherungskosten für Wechselkursschwankungen. EADS wollte sich vor einem steigenden Euro schützen und musste dafür teuer bezahlen. Im 1. Quartal hatte die Absicherung neben Problemen beim A380 den Gewinn einbrechen lassen. Die Belastungen nehmen jetzt aber ab. Insgesamt wird der schwache Euro dem Konzern helfen. Für EADS sprechen der Auftragsbestand von 416 Mrd $ sowie anziehende Ordereingänge.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-01-18
2 Analyse vom 2009-07-20
3 Analyse vom 2009-01-19
4 Analyse vom 2008-07-14
5 Analyse vom 2008-01-15
6 Analyse vom 2007-07-17
7 Analyse vom 2007-01-16
8 Analyse vom 2006-07-18
9 Analyse vom 2006-01-16