Svenska Cellulosa Aktie

Analyse vom 2011-02-14

Agfa-Gevaert konnte seine Umsätze im 3. Quartal um 9% steigern und den Trend des 1. Halbjahres fortsetzen. Der Anstieg beruhte aber im Wesentlichen auf günstigen Währungseffekten und der erstmaligen Konsolidierung des Joint Ventures Shenzhen Brothers. Auf der Basis konstanter Wechselkurse war das organische Wachstum negativ. Für das Gesamtjahr hat das Management seine Prognose bestätigt und geht von einem Umsatzanstieg von 7,3% aus, der auf der gestiegenen Nachfrage aus den Entwicklungsländern und der überraschend schnellen Erholung des amerikanischen Marktes beruhen soll. Aus unserer Sicht zeichnet sich damit aber noch kein nachhaltiger Turnaround ab, da das organische Wachstum gering ist. Da kann auch der für das Gesamtjahr erwartete Nettogewinn nicht drüber hinwegtäuschen. Es wird vermutlich der höchste Überschuss seit 2003 sein, der aber größtenteils auf die verbesserten Kostenstrukturen zurückzuführen ist. Sollten sich die Umsätze stabilisieren, wird Agfa davon profitieren können. Kurzbis mittelfristig dürften die gestiegenen Rohstoffpreise zum Problem werden, da wir skeptisch sind, dass der Konzern die Preisanstiege unmittelbar an seine Kunden, vor allem aus der Gesundheitssparte, weitergeben kann. Und da 51% der Umsätze in Europa erzielt werden, wird die langsame wirtschaftliche Erholung im Euroraum die Ergebnisse belasten.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-08-16

Trotz eines Umsatzrückgangs konnte Agfa dank umfangreicher Einsparungen in Höhe von über 100 Mio € das Geschäftsjahr 2009 mit einem leichten Gewinn abschließen. Die Grafiksparte konnte sich im 2. Halbjahr erholen und dieser Trend hat sich auch im 1. Quartal 2010 mit einem Umsatzplus von 9,5% gegenüber dem Vorjahr fortgesetzt. Um seine Präsenz im asiatischen Markt zu stärken, hat Agfa ein Joint Venture mit dem chinesischen Unternehmen Shenzhen Brothers beschlossen, das zum weiteren Wachstum in diesem Jahr ab dem 3. Quartal beitragen soll. Die Gesundheitssparte blieb von der Rezession unbeeinträchtigt und präsentiert auch weiterhin stabile Gewinne mit einer operativen Marge von 10%. Der Bereich Spezialprodukte mit dem traditionellen Filmgeschäft befindet sich weiter im Abwärtssog (Umsatz: -23%). Wir gehen nicht davon aus, dass Produktneuentwicklungen den Niedergang des Filmgeschäfts so schnell kompensieren können. Ob Agfa der Turnaround gelingen wird, ist weiter offen. Einige Faktoren sprechen für gute Wachstumsaussichten in Agfas Abnehmermärkten. Zum Beispiel: Der steigende Bedarf an Druckern in Ländern wie China und Brasilien sowie ein wachsender Gesundheitsmarkt mit einer alternden Bevölkerung und einer hohen Nachfrage nach verbesserten bildgebenden Diagnoseverfahren. Der aktuelle Kurs unter Buchwert bietet eine gewisse Sicherheitsmarge. Aber Agfas Branchenumfeld ist sehr wettbewerbs- und innovationsintensiv.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-02-15
2 Analyse vom 2009-08-17
3 Analyse vom 2009-02-16
4 Analyse vom 2008-08-11
5 Analyse vom 2008-02-11
6 Analyse vom 2007-08-14
7 Analyse vom 2007-02-13
8 Analyse vom 2006-08-14
9 Analyse vom 2006-02-14