Suez Aktie

Analyse vom 2011-01-17

Flugzeuge von Boeing sind wieder gefragt. Im 3. Quartal konnte der Konzern den Umsatz leicht um 2% auf 17 Mrd $ steigern und einen Gewinn von 837 Mio $ melden. Wachstumstreiber war mit einem Plus von 10% das Geschäft mit Verkehrsflugzeugen. Dadurch wurde der 6%ige Rückgang in den Bereichen Verteidigung und Raumfahrt mehr als kompensiert. Die Auslieferungen stiegen um 11 auf 124 Maschinen. Auf 9-Monats-Basis sank die Zahl aber um 13 auf 346. Dagegen füllten sich die Auftragsbücher weiter. Seit Jahresanfang erhöhte sich der Auftragsbestand um 1,7% auf 320,9 Mrd $. Davon entfielen 255,2 Mrd $ auf V erkehrsflugzeuge. Aktuell hat Boeing Bestellungen für 482 Maschinen in den Büchern. Allein auf die B737 entfallen 437. Nach den soliden Zahlen hat der Konzern seine Jahresprognose angehoben. Erwartet werden jetzt ein Umsatz zwischen 64,5 und 65,5 Mrd $, ein Gewinn von 3,80 bis 4,00 $ pro Aktie sowie ein operativer Cashflow von mehr als 1,5 Mrd $. Anders als EADS den A320, will Boeing seinen Verkaufsschlager B737 nicht modernisieren, sondern plant die Entwicklung eines neuen Typs. Mit dieser Entscheidung läuft der Konzern jedoch Gefahr, Marktanteile zu verlieren, wenn der neue A320 in Produktion geht. Und wie gefährlich Neuentwicklungen sein können, zeigen die Verzögerungen beim Dreamliner. Die Kunden müssen vermutlich bis zum Sommer warten. Die Pannenserie hat den Konzern bereits einen Milliardenbetrag gekostet.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-07-19

Boeing hat im 1. Quartal weniger verdient und umgesetzt. Die Gründe: Der Konzern lieferte nur 108 Flugzeuge aus, nach 121 im Vorjahr. Zusätzlich drückten Sonderaufwendungen von 150 Mio $ im Zusammenhang mit der US-Gesundheitsreform auf den Gewinn. Die Jahresziele von 3,50 bis 3,80 $ Gewinn pro Aktie sowie Umsätze zwischen 64 und 66 Mrd $ wurden vor kurzem nochmals bestätigt. Beim operativen Cashflow erwartet Boeing nur eine schwarze Null. Ab 2011 soll es dann kräftig aufwärts gehen. Optimistisch stimmt den Konzern die Erholung im Luftverkehr. Die Hoffnungen ruhen trotz aller Rückschläge vor allem auf dem Dreamliner 787 und anderen Flugzeugprogrammen. Die 787 wird die Margen in der Sparte Zivilflugzeuge zwar anfangs belasten, langfristig aber für Wachstum sorgen. Bis dahin müssen die Typen 737 und 777 für Kompensation sorgen. Angesichts der starken Nachfrage wird die Produktion der 737 hochgefahren. Für die 787 hat Boeing mehr als 860 Festbestellungen in den Büchern. Die erste Maschine soll frühestens Ende 2010 ausgeliefert werden. Kommen die Auslieferungen 2011 voll auf Touren, dürfte sich auch die Cashflow-Entwicklung wieder deutlich verbessern. In der Rüstungssparte sucht Boeing nach Wachstumsmöglichkeiten im Ausland, denn in den USA machen dem Konzern die knappen Haushaltskassen zu schaffen. Dort winkt aber noch der 35 Mrd $ schwere Auftrag über bis zu 179 Tankflugzeuge der US-Regierung. Allerdings will sich Boeing nicht auf einen Bieterkampf mit EADS einlassen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-01-18
2 Analyse vom 2009-07-20
3 Analyse vom 2009-01-19
4 Analyse vom 2008-07-14
5 Analyse vom 2008-01-15
6 Analyse vom 2007-07-17
7 Analyse vom 2007-01-16
8 Analyse vom 2006-07-18
9 Analyse vom 2006-01-16