Stora Enso Aktie

Analyse vom 2011-02-14

Kodak musste gleich zu Jahresbeginn zwei Rückschläge einstecken. Im Patentstreit mit Apple und Research in Motion deutet sich eine Niederlage an und die Zahlen des 4. Quartals enttäuschten. Im vergangenen Jahr konnte Kodak gegen Samsung und LG in der gleichen Angelegenheit noch 864 Mio $ erstreiten. Das Ausschlachten von Patenten dient dem Konzern als Brückenstrategie, um die Liquidität zu sichern, bis die Digitalsparte profitabel arbeitet. Denn die finanzielle Situation ist angespannt. Das Cashpolster von 1,6 Mrd $ deckt die kurzfristigen Verbindlichkeiten nicht einmal zu 60% und den jährlichen Zinsausgaben von 149 Mio $ steht ein negativer Cashflow von 219 Mio $ gegenüber. Auch das 4. Quartal gab wenig Anlass zur Hoffnung. Der Gesamtumsatz sank um 25%. Das traditionelle Film- und Fotogeschäft befindet sich mit einem Umsatzminus von 25% auf rapidem Schrumpfkurs. Und die Digitalsparte verzeichnete sogar ein Minus von 40%, wobei die Vorjahresperiode auch von Einmaleinnahmen aus einem Patentstreit geprägt war. Dass Kodak in dem intensiven Wettbewerbsumfeld keinen Boden gut machen konnte, zeigt ein Blick auf die Bruttomarge, die um 15 Prozentpunkte absackte.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-08-16

Nachdem sich die Zahlen fürs 1. Quartal 2010 dank Einmaleffekten wie einem Prozessgewinn gegen Samsung gut anhörten, zeigten die Ergebnisse des 2. Quartals, wie schwer es Kodak fällt, sich neu zu erfinden. Trotz eines verbesserten Konsumklimas präsentierte der Konzern enttäuschende Zahlen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konzernweit um 11%. Der Niedergang der ehemals so erfolgreichen Film-Produkte-Sparte scheint sich zu beschleunigen. Ein Umsatzrückgang von 21% demonstriert die zunehmende Bedeutungslosigkeit analogen Filmmaterials. Problematisch ist, dass sie weiterhin als einzige Sparte einen operativen Gewinn verbucht. Die Sparte mit digitalen Kameras und Druckern schreibt deutliche V erluste. Ein kleiner Lichtblick bleibt die Umsatzentwicklung der Tintenstrahldrucker für den Privathaushalt mit einem Plus von 50%; jedoch soll diese Aktivität nicht vor 2011/2012 profitabel sein. Und auch wenn es Kodak mittlerweile gelingt, seine Patente im digitalen Bereich nach erfolgreichen Prozessen zu Geld zu machen und jährliche Lizenzgebühren in Höhe von 250 Mio $ zu erzielen, bleiben wir sehr skeptisch, ob Kodak in dieser wettbewerbsintensiven Branche signifikante Marktanteile gewinnen kann. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem Verlust von 50 bis 150 Mio $. Mit den teuren Refinanzierungsmaßnahmen hat sich der Konzern Zeit erkauft, um die Digitalsparte in die Profitabilität zu führen und den strukturbedingten Rückgang des Analogbereichs zu kompensieren.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-02-15
2 Analyse vom 2009-08-17
3 Analyse vom 2009-02-16
4 Analyse vom 2008-08-11
5 Analyse vom 2008-02-11
6 Analyse vom 2007-08-14
7 Analyse vom 2007-02-13
8 Analyse vom 2006-08-14
9 Analyse vom 2006-02-14