Starbucks Aktie

Analyse vom 2011-01-17

V&B rutschte in den ersten 9 Monaten tief in die roten Zahlen. Die EU hatte gegen das Unternehmen ein Bußgeld von 71,5 Mio € wegen angeblicher Preisabsprachen mit anderen Badezimmer-Ausstattern verhängt. V&B hatte zwar Rechtsmittel eingelegt, musste die Strafe aber erstmal bezahlen. Das operative Ergebnis vor Kartellstrafe lag bei 9,9 Mio €, nach einem Minus von 20,3 Mio € im V orjahr. Hintergrund dieser positiven Entwicklung sind die erfolgreich umgesetzten Sparmaßnahmen. Der Umsatz sank um 1,6%, im Ausland konnte V&B aber um 1,5% zulegen. Die Sparten entwickelten sich ebenfalls unterschiedlich. Während die Erlöse in der Sparte Tischkultur um fast 10% sanken, legte die Sparte Bad und Wellness um 3,5% zu. Wachstumstreiber waren auch hier die Auslandsmärkte. V&B dürfte das Jahr mit einem Umsatz leicht unter Vorjahresniveau abgeschlossen haben. Denn ein Großauftrag über 29 Mio € im Bereich Tischkultur wird erst in diesem Jahr zur Auslieferung kommen. Das operative Ergebnis vor Kartellstrafe könnte mit 15 Mio € deutlich über den bisher erwarteten 10 Mio € liegen. Die Konjunkturerholung sollte auch an V&B nicht vorbeigehen. Insofern erwarten wir 2011 einen kräftigen Umsatzanstieg und einen Gewinn über Vorkrisenniveau. Zudem könnte sich das Bußgeld verringern. V&B würde dann ein hoher cash-wirksamer außerordentlicher Ertrag zufließen. Für einen Ergebnisschub könnte daneben die Hebung stiller Reserven sorgen. V&B verfügt über Immobilien, die deutlich unter Marktwert bilanziert sind.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-07-19

V&B hat sich im 1. Quartal in die schwarzen Zahlen zurückgekämpft, nachdem im Vorjahr vor allem wegen der Kosten für Restrukturierungen ein Verlust von 57,7 Mio € angefallen war. Der harte Sanierungskurs läuft noch bis zum 1. Quartal 2011 und sieht den Abbau von insgesamt 1.200 Stellen vor. Schon in den letzten 12 Monaten ging die Zahl der Beschäftigten nach Schließung und Zusammenlegung von Werken um 8% zurück. Der Umsatz sank im 1. Quartal noch leicht um 2,2%. Nach tiefroten Zahlen im Jahr 2009 rechnet V&B in diesem Jahr aufgrund der Sparerfolge wieder mit einem positiven Betriebsergebnis von mehr als 10 Mio € sowie einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Zumindest das Umsatzziel erscheint realistisch. Nach Darstellung des Managements werden in Deutschland wieder mehr Bäder und Wellness-Oasen gebaut. Auch in Skandinavien, Osteuropa, Großbritannien und Asien sei die Nachfrage gestiegen. Dagegen blieben die Märkte in den USA und vielen Ländern Westeuropas aufgrund der starken Zurückhaltung bei Neubauten und Renovierungen schwach. Die Sparte Bad & Wellness steigerte den Umsatz zum Jahresauftakt um 2,9% auf 113,4 Mio €. Die Sparte Tischkultur erholt sich dagegen nur langsam. Das Ziel eines positiven Betriebsergebnisses könnten die EU-Wettbewerbshüter jedoch durchkreuzen. Sie verlangen ein Bußgeld von 71,5 Mio € wegen angeblicher Preisabsprachen mit anderen Badezimmer-Ausstattern. V&B will gegen die Entscheidung vorgehen, wird aber im Halbjahresabschluss vorsorglich Rückstellungen bilden.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-01-18
2 Analyse vom 2009-07-20
3 Analyse vom 2009-01-19
4 Analyse vom 2008-07-14
5 Analyse vom 2008-01-15
6 Analyse vom 2007-07-17
7 Analyse vom 2007-01-16
8 Analyse vom 2006-07-18
9 Analyse vom 2006-01-16