Staples Aktie

Analyse vom 2011-02-14

ABB profitiert vom Industrieaufschwung. Nachdem die Wettbewerber Siemens und General Electric gute Zahlen vorgelegt haben, konnte ABB nachziehen und kündigte an, im Schlussquartal beim Auftragseingang und Nettoergebnis zweistellig zugelegt zu haben. Der Umsatz sei im einstelligen Prozentbereich gewachsen. Allerdings wird das Betriebsergebnis von einer Rückstellung über 120 Mio $ im Zusammenhang mit einem fehlgeschlagenen Unterseekabel-Projekt belastet. Für 2011 blieb die Prognose von Konzernchef Hogan vage. Der Konzern werde vom weiteren Aufschwung im Geschäft mit Automatisierungstechnik und Energieausrüstung profitieren. Ab der 2. Jahreshälfte rechnet er damit, dass die Energieerzeuger vermehrt in Energieübertragungstechnik investieren werden. Um seine Marktposition in den USA auszubauen, hat ABB für 4,2 Mrd $ den US-Antriebstechnikspezialisten Baldor Electric übernommen. Ob die aus den Barreserven finanzierte Übernahme für die Aktionäre einen Mehrwert schaffen kann, wird davon abhängen, wie hoch die Synergieeffekte und die Nachfrage nach energieeffizienten Motoren sein werden. Denn wie von uns befürchtet, musste der Konzern mit einem Aufschlag von 40% auf den Kurs von Baldor einen hohen Preis für die Akquisition bezahlen. Aber die steigenden Energiekosten und neue Energie-Effizienzvorschriften in den USA werden die Nachfrage steigen lassen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-08-16

Die weltweite konjunkturelle Erholung hat ABBs Geschäfte belebt. Die Aufträge stiegen im 2. Quartal um 5%. Umsatz und Gewinn waren allerdings rückläufig. Der Gewinn war 8% niedriger als im Vorjahreszeitraum und der Umsatz sank um 4%. Die verbesserte Auftragslage ist hauptsächlich auf die vermehrten Bestellungen in der Sparte Automationsprodukte zurückzuführen. Der Bereich Energietechnik schwächelt weiter, da die Investitionsbereitschaft der Energieversorger bei Großprojekten noch gedämpft ist. Unternehmenschef Hogan rechnet erst ab Ende 2010 und 2011 mit einem verbesserten Investitionsklima im Energiesektor. Nachdem die Übernahme des Elektrotechnikkonzerns Chloride gescheitert ist, verfügt ABB weiterhin über eine starke Bilanz mit 5,9 Mrd $ an Netto-Barmitteln. Der hohe Bestand ist ein möglicher Hinweis darauf, dass ABB seine Strategie des akquisitionsbetonten Wachstums aus Mangel an lukrativen Zielen nicht umsetzen kann. Gleichzeitig scheint es dem Management zu widerstreben, das Geld an die Aktionäre auszuschütten. Angesichts weltweit steigender Bewertungen steigt die Gefahr, dass ABB für Akquisitionen zu viel bezahlt. Langfristig sehen wir ABB gut aufgestellt, um von dem hohen Bedarf an neuer oder modernisierter Energieinfrastruktur zu profitieren. Die Ausschreibungsaktivitäten im Bereich Energietechnik bewegen sich auf Rekordniveau. Die verringerten Fixkosten werden beim Anziehen der Nachfrage auch wieder zu Margenverbesserungen führen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-02-15
2 Analyse vom 2009-08-17
3 Analyse vom 2009-02-16
4 Analyse vom 2008-08-11
5 Analyse vom 2008-02-11
6 Analyse vom 2007-08-14
7 Analyse vom 2007-02-13
8 Analyse vom 2006-08-14
9 Analyse vom 2006-02-14