Sektkellerei Wachenheim Aktie

Analyse vom

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2011-01-17

Zwack Unicum hat ein schwaches 1. Halbjahr hinter sich. Der Umsatz ging um 25% zurück, die Materialkosten aber nur um 18% auf 2,48 Mrd HUF, sodass sich die Bruttomarge von 60 auf 56% reduzierte. Auch die weiteren operativen Kosten sanken nur unwesentlich. Die Folge: Das operative Ergebnis schrumpfte um 47% auf 766 Mio HUF. Dank einer deutlich geringeren Steuerquote brach der Nettogewinn „nur“ um 36% ein. Das Management verwies auf das schlechte Umfeld. Die Steuer- und Abgabenbelastung ist in Ungarn gestiegen und wirkt sich damit durch den Verlust an Realeinkommen negativ auf die Kaufkraft aus. Allerdings gingen die Spirituosenverkäufe in Ungarn nur um 13% zurück. Das Unternehmen hat damit deutlich schlechter abgeschnitten als der Gesamtmarkt. Da hilft es auch nicht, dass Zwack überwiegend im Premiumsegment zu Hause ist. Im Gegenteil: Der Umsatz mit hochpreisigen Produkten ging sogar um 30% zurück. Für das Unternehmen spricht lediglich die unverändert starke Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 73%. Die langfristigen Schulden belaufen sich gerade mal auf 199 Mio HUF. Die liquiden Mittel stiegen im Jahresvergleich um 32% auf 2,44 Mrd HUF, verringerten sich aber gegenüber dem Geschäftsjahresbeginn. Zwack hat keinen Ausblick abgegeben. Wir gehen jedoch davon aus, dass Umsatz und Gewinn auch im Gesamtjahr zweistellig zurückgehen werden. Denn Wachstums- und Ergebnistreiber sind nicht in Sicht.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-07-19
2 Analyse vom 2010-01-18
3 Analyse vom 2009-07-20
4 Analyse vom 2009-01-19
5 Analyse vom 2008-01-15
6 Analyse vom 2007-07-17
7 Analyse vom 2007-01-16
8 Analyse vom 2006-07-18
9 Analyse vom 2006-01-16