Ryanair Aktie
Analyse vom
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2011-04-05
Ryanair ist vom Schneechaos im Dezember und zahlreichen Fluglotsenstreiks hart getroffen worden und musste für das 3. Quartal einen Verlust von 10,3 Mio € melden. Rund 3.000 Flüge wurden abgesagt. Die Zahl der beförderten Passagiere stieg dennoch um 6% auf 17 Mio und der Umsatz dank höherer Ticketpreise um 22% auf 746 Mio €. Insgesamt aber hat die Billigairline die Turbulenzen gut weggesteckt. Im 9-Monats-Zeitraum waren Umsatz und Gewinn ebenfalls gestiegen. Insofern hat Ryanair seine Jahresprognose bekräftigt und will nach wie vor einen Gewinn von 380 bis 400 Mio € einfliegen. Die Belastungen infolge des Vulkanausbruchs auf Island von geschätzt 32 Mio € sind darin nicht enthalten. Ryanair erwartet im 4. Quartal wegen des verbesserten Routenmix mehr Fluggäste und höhere Einnahmen pro Fluggast. Zudem erhofft sich die Gesellschaft vom steigenden Ölpreis einen Wettbewerbsvorteil im Vergleich zu den traditionellen Airlines, weil diese Treibstoffzuschläge verlangen. Dies vergrößert den Abstand zwischen deren und Ryanairs Ticketpreise. Dieser Trend könnte sich im Laufe des Jahres fortsetzen. Ryanair ist in einem von Kerosinkosten stark abhängigen Markt der günstigste Anbieter. In der Krise hat die Gesellschaft Marktanteile gewonnen und wird weiter expandieren. In Deutschland wird Ryanair das Flugangebot wegen der Luftverkehrsabgabe jedoch deutlich ausdünnen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
