Royal Bank of Scotland Aktie
Analyse vom 2010-11-15
Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat im 1. Halbjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Überschuss belief sich auf 9 Mio £. Die britische Großbank hat vor allem im NichtKerngeschäft ihre Verluste um 70% auf 2,9 Mrd £ deutlich reduziert. Das Nicht-Kerngeschäft umfasst die zur Veräußerung und Restrukturierung stehenden Aktivitäten. So ist im Juli der Teilverkauf von RBS Sempra an JP Morgan Chase vollzogen worden. Das Gemeinschaftsunternehmen RBS Sempra ist im weltweiten Rohstoffhandel, Öl- und Metallhandel sowie Strom- und Gashandel tätig. Der Verkauf der Tochter gehört zu den EU-Restrukturierungsauflagen als Gegenleistung für die Staatshilfe an die RBS. Im August wurde auch eine Vereinbarung mit der spanischen Großbank Santander über den Verkauf von Filialen der RBS und NatWest in England, Wales und Schottland geschlossen. Die Transaktion soll bis Ende 2011 abgeschlossen werden. Im Kerngeschäft ging der operative Gewinn um über ein Viertel auf 4,47 Mrd £ zurück. Grund ist vor allem das schwierige Marktumfeld im globalen Investmentbanking und Kapitalmarktgeschäft. Auch die auf Irland fokussierte Ulster Bank hat aufgrund hoher Kreditkosten ihren Verlust auf 314 Mio £ ausgeweitet. Dafür ist das US-Geschäft wieder profitabel gewesen. Zudem hat sich der Gewinn im britischen Firmenkunden- und Filialbankengeschäft auf 1,1 Mrd £ mehr als verdoppelt.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-05-17
Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat im 1. Quartal 2010 ihren V erlust auf 248 Mio £ deutlich zurückgeführt. In der V orjahresperiode lag der Verlust noch bei 902 Mio £. Die britische Großbank hat vor allem im Nicht-Kerngeschäft ein besseres Ergebnis ausgewiesen. Im V orjahr ist hier wegen dem Einbruch bei strukturierten Kreditprodukten ein Verlust von über 4,5 Mrd £ angefallen. Die Verluste konnten im jüngsten Quartal deutlich abgebaut werden. Das Nicht-Kerngeschäft umfasst die zur Veräußerung und Restrukturierung stehenden Aktivitäten. Im Kernbereich aber ging der Gewinn im operativen Geschäft aktuell um über die Hälfte auf 2,3 Mrd £ zurück. Hintergrund ist vor allem das schwache Handelssegment im globalen Investmentbanking und Kapitalmarktgeschäft. Darüber hinaus ist die auf Irland fokussierte Ulster Bank aufgrund von Wertberichtigungen in die Verlustzone gerutscht. Einzig das britische Firmenkunden- und das Filialbankengeschäft haben sich sehr gut entwickelt. In diesem Bereich hat der Vorstand aber einen Arbeitsplatzabbau angekündigt, um die Rentabilität zu steigern. Ein starker Arbeitsplatzabbau ist auch in der britischen Versicherungssparte geplant. Die RBS muss auf Druck der Europäischen Kommission ihr gesamtes Versicherungsgeschäft bis 2013 veräußern. Die Royal Bank of Scotland ist nach dem hohen Fehlbetrag in der Wirtschaftskrise 2008 angeschlagen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
