Rieter Holding Aktie

Analyse vom 2011-02-14

Harley wird seine Kultmaschinen nur noch schwer los. Die Lust aufs Motorradfahren ist vielen Bikern in der Wirtschaftskrise vergangen. Vor allem im wichtigen Heimatmarkt USA halten sich die Kunden zurück. Im 3. Quartal sank der Umsatz gegenüber dem schon schlechten V orjahreszeitraum weiter auf 1,1 Mrd $. Nur dank eines eisernen Sparkurses konnte Harley am Ende einen Gewinn von 89 Mio $ einfahren. Das ist dreimal mehr als im Jahr zuvor. Der Markt ist anhaltend herausfordernd, sagte der Firmenchef. Er stellt sich darauf ein, dass die Nachfrage auf absehbare Zeit so niedrig bleiben wird. Harley rechnet damit, im Gesamtjahr mit 201.000 bis 212.000 Motorrädern bis zu 7% weniger Maschinen zu verkaufen als im Krisenjahr 2009. In der Not hatte der Konzern bereits die Marken MV Agusta und Buell aufgegeben und tausende Stellen gestrichen. Der Konzern wird einen Teil seiner Montagestraße nach Indien verlagern. Die Auslagerungspläne sind vor allem vertriebsstrategisch bedeutsam, denn die Pläne bis 2014 sind ambitioniert. Auf bis zu 40% soll der Auslandsabsatz in den kommenden vier Jahren ansteigen. Indien als boomender Wachstumsmarkt soll dabei helfen. Das Vorhaben kommt gerade richtig. Denn das Land gilt als der am zweitschnellsten wachsende Motorrad-Markt nach China. Die Zahlen belegen dies. Mehr als 10 Mio motorisierte Zweiräder wurden 2009/ 2010 insgesamt in Indien verkauft.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-08-16

Motorräder verkaufen sich weiter nur schleppend. Die von der Wirtschaftskrise schwer gebeutelte Kultmarke Harley-Davidson verdiente im 2. Quartal nur dank eisernen Sparens wieder gutes Geld. Unterm Strich lag der Gewinn bei 71 Mio $ nach lediglich 20 Mio $ im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz verharrte auf dem Krisenniveau von 1,1 Mrd $. Harley lieferte 59.046 Motorräder aus. Als Stütze erwies sich einmal mehr das Ersatzteilgeschäft. „Die Bedingungen bleiben herausfordernd in diesem Jahr“, sagte der Konzernchef. Die Anleger waren aber begeistert darüber, wie schnell Wandell und seinem Team der Ausbruch aus der Verlustzone gelungen ist, in die das Unternehmen im vergangenen Jahr gerutscht war. Die Aktie hat seit dem Tief im Juli um über 20% zugelegt. Harley-Davidson hat noch eine ziemlich holprige Strecke vor sich. Auch in den nächsten Quartalen ist keine Besserung in Sicht. Nur dank harter Kostenkürzung schreibt Harley Gewinne. Angesichts der Finanzkrise fehlt potenziellen Harley-Fahrern schlicht das nötige Kleingeld für ein schweres Motorrad wie das legendäre Modell „Fat Boy“, das nicht unter 16.000 $ zu haben ist. Hinzu kommt, dass es für das Unternehmen schwieriger geworden ist, seinen Kunden Kredite für den Motorradkauf anzubieten. Gerade der Finanzarm des Unternehmens hatte zuletzt Verluste eingefahren, ist jetzt aber wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-02-15
2 Analyse vom 2009-08-17
3 Analyse vom 2009-02-16
4 Analyse vom 2008-08-11
5 Analyse vom 2008-02-11
6 Analyse vom 2007-08-14
7 Analyse vom 2007-02-13
8 Analyse vom 2006-08-14
9 Analyse vom 2006-02-14