Reed Elsevier NV Aktie
Analyse vom 2011-03-14
Reed Elsevier hat fürs 2. Halbjahr und fürs Gesamtjahr 2010 solide Zahlen präsentiert. Der Umsatz konnte um 4,2% auf 3,5 Mrd € gesteigert werden. Das organische Wachstum betrug 2%, nachdem man 2009 einen Rückgang von 6% hinnehmen musste. Der Gewinn erhöhte sich aufgrund gesunkener Restrukturierungskosten von 219 auf 376 Mio € deutlich. Die beiden Kerngeschäfte, Elsevier und LexisNexis, entwickelten sich 2010 wie erwartet. Die Sparte Elsevier, die hauptsächlich im Bereich wissenschaftlicher Publikationen tätig ist, konnte trotz angespannter akademischer Budgets ihre Umsätze um 2% steigern. Für 2011 gehen wir von einem weiteren moderaten Wachstum aus. Die Erlöse im Segment LexisNexis erhöhten sich um 1%. Der Bereich Risikomanagement, zu dessen Hauptkunden die Versicherungsbranche zählt, verzeichnete eine hohe Nachfrage und konnte die Rückgänge bei den juristischen Publikationen kompensieren. Das Messe-Geschäft konnte sich 2010 deutlich erholen. Das Tätigkeitsfeld steht im starken Gegensatz zu den übrigen Geschäftsfeldern. Einen Verkauf hat Unternehmenschef Engstrom trotz Interessenbekundungen aber ausgeschlossen, da er mit einer anhaltend guten Entwicklung rechnet. Der Konzern ist darum bemüht, die Printangebote durch Onlinelösungen zu ersetzen. Seit 2000 wurde der Onlineanteil von 22 auf 61% kontinuierlich ausgebaut. Durch die niedrigeren Kosten der elektronischen Kanäle konnte die Umsatzrendite verbessert werden. Für 2011 gehen wir nur von einer leichten Verbesserung von Reed Elseviers Endmärkten aus.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-09-13
Niedrigere Restrukturierungs- und Abschreibungskosten im Segment Business Information führten bei Reed Elsevier im 1. Halbjahr 2010 zu einer Gewinnverdoppelung. Ein besseres Bild von der wirtschaftlichen Entwicklung liefert der Umsatz, der lediglich um 1% stieg. Im umsatzstärksten Segment LexisNexis ist die operative Marge wie erwartet gesunken. Der Konzern hat seine Investitionsausgaben für Produktentwicklungen, Infrastruktur und Marketing angehoben, um den nach eigener Auskunft langfristig erhöhten Bedarf nach juristischen Anwendungen bedienen zu können. Das margenstärkste Segment, Elsevier, konnte sich trotz der angespannten Budgetlage vieler akademischer Einrichtungen positiv entwickeln und unterstreicht seine starke Wettbewerbsstellung. Elsevier verfügt über einen Marktanteil von 25% und seine Verkäufe sind dreimal so hoch wie die des nächsten Wettbewerbers. Abos für wissenschaftliche Journale wurden auf hohem Niveau erneuert und werden weiteres Wachstum in dieser Sparte garantieren. Umsatzrückgänge von 17% in der Sparte Business Information werden die Absicht aufrecht erhalten, sich von diesem Bereich zu trennen. Ein Verkauf war 2009 gescheitert. Die Exhibitionsparte profitierte von sich stabilisierenden Promotionmärkten und steigenden Besucherzahlen, der Ausblick bleibt aber verhalten. Das Management hat keine Prognose fürs Gesamtjahr abgegeben.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
