PSA Peugeot Citroen Aktie
Analyse vom 2010-11-15
PSA hat die Markterwartungen übertroffen und die Prognose leicht angehoben. In den ersten 9 Monaten stieg der Umsatz um 17,3%. Alle Sparten trugen zum Wachstum bei. Die Auto-Sparte wuchs um 9,8% auf 30,6 Mrd €, das Geschäft mit Fahrzeugteilen akquisitionsbedingt sogar um 51,8% auf 10,1 Mrd €. Der Absatz kletterte um 12,2% auf 2,66 Mio Fahrzeuge. Während sich das Europageschäft schwach, im 3. Quartal sogar rückläufig entwickelte, konnte PSA in Schwellenländern zweistellig zulegen. Der Konzern geht davon aus, dass der europäische Absatzmarkt in diesem Jahr um 5% schrumpfen wird. In China und Südamerika werden dagegen Zuwächse von 20 und 10% erwartet. In diesem Umfeld hat PSA schon jetzt besser abgeschnitten und Marktanteile gewonnen. Denn in Europa steigerte PSA den Absatz in den ersten 9 Monaten um 5,4%, in China um 40% und in Südamerika um 18%. V or dem Hintergrund dieses Geschäftsverlaufs will PSA jetzt im Gesamtjahr ein operatives Ergebnis von mehr als 1,5 Mrd € erwirtschaften. Im 1. Halbjahr waren es bereits 1,07 Mrd € und 680 Mio € Gewinn. Das Absatzziel lautet 3,5 bis 3,6 Mio Fahrzeuge. Auch beim Schuldenabbau macht PSA Fortschritte. Von den 3 Mrd € Staatshilfe wird 1 Mrd € vorzeitig zurückgezahlt. Damit sinkt die Zinsbelastung deutlich. Um die Kosten bei Entwicklung, Produktion und Einkauf weiter zu senken, setzt PSA verstärkt auf Kooperationen. Mit BMW wird die Zusammenarbeit bei der Fertigung von Komponenten für Hybridfahrzeuge ausgebaut.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-05-17
Nachdem PSA 2009 den größten Verlust seit 20 Jahren eingefahren hatte, gelang im 1. Quartal wieder ein gewaltiger Sprung nach oben. Der Umsatz stieg um 27,5%, der Absatz um 28,2% auf 914.000 Fahrzeuge und der Marktanteil von 13,5 auf 14,6%. Besonders gut liefen die Modelle Citroën C3 und C5. Insgesamt übertraf der Konzern die Markterwartungen. PSA geht davon aus, dass der Automarkt dieses Jahr um 9% schrumpfen wird. Dennoch hofft der Konzern, seinen Marktanteil weiter steigern zu können. Den Erfolg will sich PSA trotz des hohen Preisdrucks aber nicht mit Rabatten erkaufen. Für das 1. Halbjahr zeigte sich der Konzern jedenfalls optimistisch und will auf operativer Ebene wieder schwarze Zahlen schreiben. Die Hoffnungen ruhen hauptsächlich auf den neuen Modellen Citroën DS3 und Peugeot RCZ. Zudem soll das im November 2009 eingeleitete Effizienzprogramm, mit dem PSA bis Ende 2012 rund 3,3 Mrd € einsparen will, erste Wirkung zeigen. Voraussetzung für den Turnaround ist auch ein verbessertes Lagermanagement. Die zweite Jahreshälfte könnte dann vor allem in Europa schwieriger werden. In China, wo der Konzern bisher nur eine Nebenrolle spielt, könnte es dagegen besser laufen. PSA hat mit Changan einen weiteren Partner gefunden, der die Produktion übernimmt. Der Absatz soll in China dieses Jahr von 270.000 auf 350.000 Fahrzeuge gesteigert werden. Mittelfristig setzt der Konzern auf Elektroautos, die der französische Staat mit 5.000 € pro Fahrzeug fördern will.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
