Porsche Aktie
Analyse vom 2010-11-15
Boliden sind wieder gefragt. Im Autogeschäft (Porsche AG) stieg der Jahresumsatz um 18% auf den Rekordwert von 7,8 Mrd €. Das operative Ergebnis sprang um 60% auf 1,19 Mrd € nach oben. Wachstumstreiber war vor allem der Panamera. Von dem neuen Modell verkaufte Porsche 20.600 Stück. Der Absatzeinbruch beim 911er wurde damit ausgeglichen. Insgesamt wuchs der Absatz um 9% auf 81.850 Fahrzeuge, in China sogar um fast 50% auf 11.724. Mit einer fünften Baureihe will Porsche mittelfristig den Absatz auf 150.000 Fahrzeuge steigern. Die Porsche Holding, in der die Beteiligungen an VW und an der Porsche AG gebündelt sind, fuhr dagegen wegen der Belastungen im Zusammenhang mit der gescheiterten VW-Übernahme einen V erlust von 454 Mio € ein, schnitt damit aber besser ab als erwartet. Im laufenden Rumpfgeschäftsjahr, das am 31.12. endet, erwartet die Holding ein ausgeglichenes Ergebnis, zumal die Belastungen abnehmen. 2011 soll wieder ein Gewinn erwirtschaftet werden. Dabei wirkt sich vor allem die positive Entwicklung der der Holding zuzurechnenden AtEquity-Ergebnisse ihrer Beteiligungen durch die sich erholenden Automärkte aus. Die Struktur der Holding ist kompliziert. Die Bilanz ist durch die Einbeziehung des VW-Ergebnisses nicht mit denen früherer Jahre vergleichbar. Nach der gescheiterten VW-Übernahme hat die Holding immer noch mit einem Schuldenberg von 6 Mrd € zu kämpfen. Bis zur Verschmelzung mit VW müssen die Schulden abgebaut sein.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-05-17
Die Porsche AG glänzte im 1. Halbjahr wieder mit zweistelligen Renditen. Bei einem Umsatz von 3,16 Mrd € erwirtschaftet die AG ein operatives Ergebnis von 329 Mio €. Der Gewinn in der SE lag bei 871 Mio €. Weltweit wurden 33.670 Autos verkauft, 1,7% weniger als im V orjahr. Da aber der neue Panamera sehr teuer ist, stieg der Umsatz um 3,7%. In Nordamerika, dem wichtigsten Auslandsmarkt, ist die Lage unverändert schwierig. Während dort der Absatzrückgang 15,5% betrug, lag das Minus in Europa bei 5,6%. Porsche bekräftigte jedoch sein Ziel, im Gesamtjahr den Autoabsatz zu steigern. Die Hoffnungen ruhen auf dem Panamera, von dem bereits 8.326 Stück verkauft wurden, sowie auf dem überarbeiteten Cayenne, der seit Mai im Handel ist. Gut laufen auch die Boxster- und Cayman-Modelle. Die Porsche SE dürfte das Gesamtjahr aber mit einem V orsteuerverlust im niedrigen einstelligen Milliardenbereich abschließen. Grund sind verschiedene buchhalterische Effekte. So zieht Porsche bei einer bei VW geplanten Kapitalerhöhung nicht mit und muss deshalb den Wert der VW-Beteiligung in der Bilanz reduzieren. Porsche hatte im Zuge der geplatzten VWÜbernahme 11,4 Mrd € Schulden angehäuft. Der Schuldenberg bei der Porsche SE ging aber bis Ende Januar auf 6,1 Mrd € zurück. Dies gelang mit dem Erlös aus dem Verkauf von 49,9% des Porsche-Autogeschäfts an VW. Bis zur Verschmelzung mit VW im Jahr 2011 müssen die Schulden abgebaut sein.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
