Pfleiderer Aktie
Analyse vom 2010-11-15
AMD hat in den ersten 9 Monaten 96 Mio $ verdient. Der Konzern zehrt noch vom starken 1. Quartal, denn im 2. und 3. Quartal rutschte AMD in die roten Zahlen, wobei sich das Minus gegenüber dem 2. Quartal jetzt noch ausgeweitet hat. Auf dem Weg aus der Krise hatte AMD seine Chip-Produktion in das Joint Venture Globalfoundries eingebracht, an dem der Konzern zu 25% beteiligt ist. Abschreibungen im Zusammenhang mit Globalfoundries belasten weiterhin das Ergebnis. Ohne diesen Sondereffekt wären unter dem Strich 0,15 $ pro Aktie übrig geblieben. Der Umsatz ging im 3. Quartal ebenfalls sequenziell zurück. Stark nachgelassen hat die PC-Nachfrage im Endkundengeschäft in Westeuropa und Nordamerika. Besonders Notebooks verkaufen sich schlecht. Verantwortlich ist wohl der Siegeszug des iPad von Apple. Auf 9-Monats-Basis errechnet sich aber noch ein Umsatzzuwachs von 29%. Auch die Bruttomarge konnte AMD von 41 auf 46% verbessern. Zum Vergleich: Konkurrent Intel kommt auf 66%. Im 4. Quartal erwartet AMD stagnierende Geschäfte und damit einen Umsatz auf Vorquartalsniveau von rund 1,6 Mrd $. Zwar dürften die Computer-Hersteller mehr Geräte verkaufen, aber zunächst ihre in den vergangenen Monaten angehäuften Chip-Vorräte abbauen. Die Entwicklung des Marktes für Tablet-Computer wie Apples iPad will AMD noch beobachten. Anders als Intel hält es der Konzern noch nicht für sinnvoll, in entsprechende Mikroprozessoren zu investieren.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-05-17
AMD konnte auch das 1. Quartal mit schwarzen Zahlen abschließen. Der Umsatz stieg um 33,7% und erreichte einen Rekordwert für ein erstes Jahresviertel. Die Bruttomarge verbesserte sich von 43 auf 47%. Der Gewinn wurde allerdings durch Sondereffekte getrieben. Auf seinem Sanierungskurs hatte AMD seine Chipfertigung vollständig ausgegliedert. Die Produktion wird jetzt unter dem Namen Globalfoundries gemeinsam mit dem Emirat Abu Dhabi betrieben. Als Folge der Ausgliederung flossen AMD netto 211 Mio $ zu. Ohne den Einmalertrag hätte der Konzern nur 0,09 $ pro Aktie verdient. Schon im 4. Quartal 2009 half nur eine Milliardenzahlung von Intel im Zusammenhang mit der Beilegung von Patentund Wettbewerbstreitigkeiten zu einem positiven Jahresabschluss. Die Rückkehr in die Gewinnzone führt AMD auf die starke Produktpalette und die hohe Nachfrage nach PCs und Servern zurück. Besonders bei den Geschäftskunden in Europa, im Nahen Osten und in Afrika ist der Bedarf an neuer Hardware gestiegen. Denn in der Rezession wurden Investitionen aufgeschoben. Bei Privatkunden kamen Laptops gut an. AMD rechnet aber nicht damit, das Umsatzniveau im 2. Quartal halten zu können. Vielmehr werde es saisonbedingt abwärts gehen. Eine Gewinnprognose gab der Konzern nicht ab. Mittelfristig will AMD dem Marktführer Intel mit energieeffizienten und schnellen Acht- und Zwölfkernprozessoren für Server-Systeme Paroli bieten. AMD hat die Talsohle durchschritten und weist jetzt auch wieder eine bessere Bilanz auf.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
