PepsiCo Aktie
Analyse vom 2011-01-17
InBev hat in den ersten 9 Monaten weniger umgesetzt und verdient. Ursächlich waren der Verkauf von Konzernteilen, um die Schulden aus der Übernahme der US-Brauerei Anheuser-Busch abzutragen, sowie hohe Marketingkosten im Zusammenhang mit der FußballWM. Auf bereinigter Basis fielen die Ergebnisse besser aus als im Vorjahr. Der Bierausstoß zog auf vergleichbarer Basis leicht um 2,4% auf knapp 267 Mio hl an. Rückgänge in den gesättigten und von hartem Preiskampf gekennzeichneten Märkten USA und Europa wurden durch zum Teil zweistellige Zuwächse in Lateinamerika, China und Russland mehr als wettgemacht. Besonders in Brasilien ist InBev gut positioniert. Dort kontrolliert der Konzern zwei Drittel des Biermarktes. Fortschritte macht InBev auch bei der Integration von Anheuser-Busch. Die Synergien beliefen sich in den ersten 9 Monaten auf 450 Mio $. Seit der Übernahme sind es bereits 1,81 Mrd $. Um die Geschäftsprozesse weiter zu optimieren, setzt InBev jetzt noch stärker auf die CRM-Softwarelösung. Da zum Jahresende traditionell weniger Kosten anfallen, erwartet InBev im 4. Quartal noch mal einen deutlichen Ergebnisschub. Tatsächlich werden Umsatz und Gewinn im Gesamtjahr aber aus den oben genannten Gründen geringer ausfallen. Mittelfristig bieten PremiumBiere noch hohes Potenzial. In diesem Segment ist der Marktanteil noch vergleichsweise gering. In den USA versucht InBev durch eine beträchtliche Ausweitung der Marketing-Aktivitäten an Boden zu gewinnen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-07-19
Dank der lebhaften Nachfrage in Südamerika und Asien hat InBev im 1. Quartal Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert. Die Kosten der Refinanzierung der Übernahme von AnheuserBusch drückten jedoch den Gewinn um ein Drittel. Wachstumstreiber war Brasilien mit einem Absatzplus von 15,9%, gefolgt von China. Gründe für die Flaute in Europa und den USA sind steigende Arbeitslosigkeit, veränderte Verbrauchergewohnheiten, Steuererhöhungen sowie der harte Preiswettbewerb. Preisanhebungen sind daher kaum durchsetzbar. Nach dem schwierigen Jahresauftakt soll sich das operative Geschäft in den kommenden Quartalen stetig verbessern. Vor allem die Fußball-WM soll helfen. Gerüchten, InBev wolle sich aus Deutschland zurückziehen, hat das Management widersprochen. In den USA erhofft sich InBev durch die Einführung der neuen Marke Select 55 eine Belebung. Die ersten Absatzzahlen nach dem Start im Februar waren ermutigend. Zudem hat sich der Konzern für geschätzt 1,2 Mrd $ das exklusive Sponsoring der National Football League gesichert und baut damit seine Dominanz auf dem US-Markt weiter aus. Neben der Ankurbelung des Geschäfts in schwierigen Märkten steht im Vordergrund, den übernahmebedingten Schuldenberg abzubauen sowie Nutzen aus den Größenvorteilen des Konzerns zu ziehen. Schon 2009 wurden mehr als 1,1 Mrd $ eingespart. Dieses Jahr sollen weitere 500 Mio $ gespart werden, sodass die für Ende 2011 angestrebten Kostenvorteile von 2,25 Mrd $ erreicht werden dürften.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
