Nissan Aktie
Analyse vom 2010-11-15
Nissan hat im 1. Halbjahr kräftig Gas gegeben. Der Umsatz stieg um 27,7% und der Gewinn hat sich mehr als verzwanzigfacht. In allen Regionen konnte der Konzern zweistellig zulegen, in Asien sogar um 81%. Dort hat Nissan auch die meisten Autos verkauft – mit 635.000 rund 50% mehr als im V orjahr. Insgesamt stieg der Absatz um 23,8% auf 2 Mio Fahrzeuge. Besonders gut laufen die Geschäfte in China. Das Joint Venture Dongfeng Motor soll 2012 rund 1,5 Mio Fahrzeuge absetzen. Das ursprüngliche Ziel von 1 Mio Autos wurde bereits in den ersten 10 Monaten dieses Jahres übertroffen. Danach soll ein preiswerter Kompaktwagen für umgerechnet 5.800 € den Absatz ankurbeln. Wie die heimischen Konkurrenten hat Nissan aber auch Probleme. Der Konzern muss weltweit 2,14 Mio Fahrzeuge zurückrufen. Wegen eines Relais-Defekts geht während der Fahrt der Motor aus. Seine Jahresprognose hat der Konzern nach den ausgezeichneten Zahlen deutlich angehoben. Trotz Yen-Stärke, hoher Arbeitslosigkeit in den USA und des Auslaufens der Abwrackprämie in Japan lauten die Ziele jetzt 8.770 Mrd Yen Umsatz und 270 Mrd Yen Gewinn. Das Absatzziel wurde auf 4,1 Mio Fahrzeuge angehoben. Nicht allzu große Hoffnungen sollte Nissan in sein erstes Elektroauto setzen, das in Kürze auf den Markt kommt. Der Nissan Leaf kostet etwa 30.000 € und hat nur eine Reichweite von 100 km.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-05-17
Nissan ist 2009 trotz eines knapp 11%igen Umsatzrückgangs dank Kostensenkungen in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Absatz stieg aufgrund starker Zuwächse in Asien, vor allem in China, um 3% auf 3,52 Mio Fahrzeuge. Für das laufende Jahr ist der Konzern trotz anhaltend schwieriger Bedingungen in Europa und Nordamerika zuversichtlich. Der Umsatz soll auf 8.200 Mrd Yen und der Gewinn auf 150 Mrd Yen steigen. Beim Absatz hat Nissan ein Plus von gut 8% auf 3,8 Mio Fahrzeuge in Aussicht gestellt. Langfristig dürfte sich die Zusammenarbeit mit Daimler bei der Entwicklung von Kleinwagen auszahlen. Die Synergien aus der Partnerschaft mit dem deutschen Premiumhersteller beziffert Renault-Nissan auf 2 Mrd € in den kommenden 5 Jahren, wovon 1 Mrd € auf Nissan entfallen dürfte. Zudem sieht Nissan wie die Konkurrenz die Zukunft in der Elektromobilität. In England errichtet der Konzern ein Werk für Lithium-Batterien, das ab 2012 Stromspeicher für die Elektrofahrzeuge von Nissan und Renault liefern wird. Zur Finanzierung der Entwicklung und Massenproduktion von Elektroautos will sich Nissan über die Ausgabe von Anleihen mehr als 100 Mrd Yen beschaffen. Zusammen mit dem Joint-Venture-Partner Dongfeng werden daneben die Kapazitäten in China erweitert und ein zweites Werk in Guangzhuo gebaut, das 2012 die Produktion aufnehmen wird. In China steigerte Nissan den Absatz um 38,7% auf 756.000 Autos. Dennoch sank der Marktanteil leicht auf 6%, weil die Produktion nicht mit der starken Nachfrage Schritt halten konnte.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
