Nike Aktie
Analyse vom 2011-02-14
Nike überzeugt uns weiterhin mit starken Zahlen. Im 2. Quartal erzielte der Branchenführer ein Umsatzplus von 10% und ließ den Gesamtmarkt einmal mehr hinter sich. Dabei kletterte der Gewinn je Aktie um 24% auf 0,94 $. Wir rechnen mit einer Fortsetzung des Wachstumskurses. Optimistisch stimmt uns vor allem der Auftragseingang. Die Bestellungen für Auslieferungen im Zeitraum Dezember bis April lagen um 11% über dem Vorjahreswert. Währungseinflüsse spielten dabei eine minimale Rolle. Den Börsianern war dies offenbar nicht genug: Die Aktie reagierte mit einem Minus auf die Quartalszahlen. Marktteilnehmer rechneten im Schnitt mit einem Auftragsplus von 12 bis 13%. Außerdem gab das Nike-Management zu bedenken, dass die Kosten für Rohstoffe, Transport und Personal angestiegen sind und die Margen in der zweiten Jahreshälfte belasten. Dieser Effekt soll sich mit Beginn des Geschäftsjahres 2011 abschwächen. Wir halten die Marktreaktion für überzogen. Für das laufende 2. Halbjahr prognostizieren wir einen Anstieg von 16% beim Gewinn je Aktie. Damit ist lediglich von einer temporären Abschwächung der Margenexpansion auszugehen. Auch im kommenden Geschäftsjahr dürfte der Gewinn schneller als der Umsatz steigen. Dazu tragen insbesondere die Preismacht sowie prozentual sinkende Fixkosten bei.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-08-16
Nike ist wieder auf Wachstumskurs. Im 4. Quartal erzielte der Sportartikelhersteller ein Umsatzwachstum von 8%. Der Nettogewinn legte sogar um 53% auf 522 Mio $ zu. Neben der gestiegenen Nachfrage und einer höheren Bruttomarge war der Gewinnsprung auf einen Restrukturierungsaufwand im Vorjahr zurückzuführen. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Rekordgewinn von 1,9 Mrd $ abgeschlossen, was über unseren Erwartungen lag. Mit diesen Wachstumszahlen konnte sich Nike auch wieder höhere Wachstumsausgaben leisten. Im Schlussquartal stiegen die Investitionen in das Marketing und das eigene Filialnetz deutlich an. Während das Wachstum in Schwellenländermärkten ungebrochen war, hellte sich das Geschäftsklima in den Industrienationen spürbar auf. Zusammen mit der Fußballweltmeisterschaft führte dies zu einem Auftragsplus von 10% in Lokalwährungen (7% in US-Dollar). In Nordamerika und Westeuropa lagen die Bestellungen für Auslieferungen von Juni bis November deutlich über dem Vorjahr. In China lag das Auftragsplus bei 16%, in den übrigen „Emerging Markets“ sogar bei 30%. Nur Japan sowie Zentral- und Osteuropa hinken noch hinterher. Mit einer Eigenkapitalquote von 67,6% und hohen liquiden Mitteln ist Nike auch finanziell topfit. Bemerkenswert ist auch der freie Cashflow. Im abgelaufenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Liquiditätsüberschuss von 2,8 Mrd $ aus dem operativen Geschäft.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
