McGraw-Hill Aktie

Analyse vom 2011-03-14

McGraw-Hill hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem erfolgreichen 4. Quartal abgeschlossen. Die gute Entwicklung des Ratinggeschäfts trug im Wesentlichen dazu bei, dass der Umsatz um 4% gesteigert werden konnte. Die Kreditmarktaktivitäten der öffentlichen Hand (+15%) und der Unternehmen (+10,9%) haben in den USA deutlich zugelegt und den Bedarf an Kreditratings erhöht. Zusätzlich stieg die Anzahl an Exchange Traded Funds (ETF), die die S&P-Indizes abbilden, um 38%. McGrawHill kassiert von den Anbietern der ETFs Lizenzgebühren. Das Management geht davon aus, dass sich das Wachstum 2011 fortsetzen wird und sich der Gewinn pro Aktie entsprechend auf 2,79 bis 2,89 $ pro Aktie erhöhen wird. Der Konzern setzt auf eine anhaltend starke Nachfrage nach seinen Kreditratings. Viele Unternehmen nutzen das niedrige Zinsniveau, um sich günstig zu refinanzieren. Hinzu kommt, dass die Übernahme- und Fusionsaktivitäten mit der anziehenden Wirtschaft zugenommen haben. Besonders positiv stimmt uns, dass die Kreditratingbranche gravierende Regulierungen scheinbar hat abwenden können. Der Konzern schätzt das Risiko diesbezüglich mittlerweile als sehr niedrig ein. Die Aktie ist zum aktuellen Kursniveau insbesondere für langfristig orientierte Value-Investoren interessant. Die Dividende wird im 38. Jahr in Folge angehoben. Das können nur 25 der S&P 500 Unternehmen vorweisen und unterstreicht die starke Wettbewerbsstellung von McGraw-Hill.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-09-13

McGraw-Hill erholt sich langsam aber kontinuierlich. Der Umsatz stieg gegenüber der Vorjahresperiode im 1. Halbjahr um moderate 2% und der Gewinn konnte um 29,6% gesteigert werden. Das operative Ergebnis verbesserte sich überproportional, weil das Segment Bildung seine Verluste gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert hat und die Sparte Informationen & Medien nicht weiter durch die defizitäre Business Week belastet wird. Die hochprofitable Finanzsparte tritt dagegen auf der Stelle, weil sich die Kredit- und Anleihenmärkte angesichts der Fragwürdigkeit der wirtschaftlichen Erholung in den USA und der Schuldenkrise in Europa deutlich eingetrübt haben. Unternehmenschef McGraw geht daher davon aus, dass der Gewinn pro Aktie im unteren Bereich der für 2010 prognostizierten Spanne von 2,55 bis 2,65 $ liegen wird. Der zukünftige Geschäftserfolg hängt stark davon ab, wie die Kreditratingbranche reguliert wird. Bis dato zeichnet sich aber kein klares Bild ab; es gibt nur unterschiedliche Initiativen in den USA und Europa. Die hohe Unsicherheit spiegelt sich in der Bewertung wider. Das 2011er KGV von 10 liegt deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt. Warren Buffett ist der Meinung, dass die KreditratingKonzerne nach wie vor über ein starkes Geschäftsmodell verfügen. Folgt man seiner Meinung, bieten sich zum aktuellen Kursniveau attraktive Einstiegschancen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-03-15
2 Analyse vom 2009-09-14
3 Analyse vom 2009-03-16
4 Analyse vom 2008-09-08
5 Analyse vom 2008-03-10
6 Analyse vom 2007-09-11
7 Analyse vom 2007-03-13
8 Analyse vom 2006-09-12
9 Analyse vom 2006-03-14