Lukoil Aktie

Analyse vom

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2011-04-05

Lukoil hat mit seinen Jahreszahlen enttäuscht. Der Umsatz stieg zwar dank hoher Ölpreise um 29,4%, der Gewinn aufgrund gestiegener Kosten aber nur um 28,5%. Allein die Förderkosten stiegen um 15,7% auf 4,12 $ pro Barrel. Die operative Marge sank von 12,1 auf 11%. Die Ausgabendisziplin verhalf dem Konzern jedoch zu einem rekordhohen freien Cashflow von fast 7 Mrd $. Dies entspricht der Strategie, das Wachstum nicht mehr um jeden Preis anzutreiben. Sorgen bereitet dagegen die Ölförderung, die um 1,7% auf 96 Mio Tonnen geschrumpft ist. Die nachgewiesenen Ölreserven gehen ebenfalls sukzessive zurück, seit 2008 um 4,5% auf 8,6 Mrd Barrel. Andererseits erhöhten sich Erdgasproduktion und Erdölverarbeitung im letzten Jahr deutlich. Produktionsrückgang in Verbindung mit sinkenden Reserven stimmen bedenklich. Lukoil kämpft vor allem mit einer fallenden Produktion in Westsibirien, dem Hauptfördergebiet des Konzerns. In den kommenden 2 bis 3 Jahren soll dort die Produktion stabilisiert werden, was aber die Kosten nach oben treiben wird. Zudem werden Projekte außerhalb Russlands forciert. Besonders im Irak wird das Engagement verstärkt. Die förderbaren Ölvorkommen von West-Qurna 2 werden auf 12,9 Mrd Barrel geschätzt. An dem Erschließungsprojekt ist Lukoil zu 56% beteiligt. Die Förderung soll 2013 beginnen. Für Lukoil sprechen die starke Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von gut 70% und die im Branchenvergleich geringe Bewertung. In Libyen ist Lukoil nicht vertreten.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-10-04
2 Analyse vom 2010-04-06
3 Analyse vom 2009-10-05
4 Analyse vom 2009-04-06
5 Analyse vom 2008-04-07
6 Analyse vom 2007-10-02
7 Analyse vom 2007-04-03
8 Analyse vom 2006-10-02
9 Analyse vom 2006-04-04