Lloyds TSB Group Aktie

Analyse vom 2010-11-15

Lloyds Banking hat im 1. Halbjahr 2010 ein starkes Ergebnis vorgelegt. Die Bank hat erstmals nach der Übernahme des britischen Hypothekenfinanzierers HBOS (Halifax Bank of Scotland) im operativen Geschäft einen Gewinn von 1,6 Mrd £ erwirtschaftet. Im V orjahr war noch ein Verlust von 4 Mrd £ entstanden. Unterm Strich hat der Konzern im Vorjahr zwar einen hohen Überschuss erzielt. Das ist aber auf den außerordentlichen Buchgewinn über 11,2 Mrd £ im Zusammenhang mit der Akquisition von HBOS zurückzuführen. Lloyds Banking profitierte im operativen Geschäft von der deutlichen Rückführung der Wertberichtigungen. Damit konnte im Privatkundengeschäft der Vorsteuergewinn auf 2,5 Mrd £ versiebenfacht werden. Auch in der Großkundensparte fiel ein Gewinn von 742 Mio £ an, nach einem hohen Verlust von 3,2 Mrd £ im V orjahr. Einzig in der Sparte Wealth & International hat sich der Verlust auf 1,6 Mrd £ deutlich ausgeweitet. Hintergrund sind hohe Abschreibungen vor allem für Geschäftshypotheken in Irland. Der Vorstand zeigte sich sichtlich erfreut über den Fortschritt bei der Integration. Lloyds will bis Ende 2011 durch die Integration hohe Synergien von 2 Mrd £ erzielen. Bislang sind Synergien in Höhe von 1,08 Mrd £ umgesetzt worden. Darüber hinaus wird sich die Großbank auf produktivere Geschäftsfelder fokussieren. Daher soll bis zum Jahr 2014 die Bilanzsumme um gut 200 Mrd £ reduziert werden.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-05-17

Lloyds hat im Geschäftsjahr 2009 nach der Übernahme des britischen Hypothekenfinanzierers HBOS (Halifax Bank of Scotland) die operativen Erträge auf 23,3 Mrd £ mehr als verdoppelt. Haupttreiber war das starke Wachstum des Handelsergebnisses auf 19,1 Mrd £. Ursächlich sind die hohen Kapitalgewinne im Aktien- und Anleihengeschäft. Im Vorjahr waren insbesondere bei Aktien hohe Handelsverluste angefallen. Darüber hinaus hat Lloyds einen Buchgewinn von 11,2 Mrd £ erzielt. Das ist die Differenz zwischen dem niedrigen Akquisitionspreis und dem höheren Nettovermögenswert für den Hypothekenfinanzierer HBOS. Andererseits hat Lloyds im abgelaufenen Geschäftsjahr hohe Wertberichtigungen von 16,7 Mrd £ vornehmen müssen. Das ist eine Verfünffachung im Vergleich zum V orjahr, und fast vollständig auf die hohen Abschreibungen in der Großkundensparte zurückzuführen. Der Vorstand gab aber im März bekannt, dass der Druck der Wertberichtigungen im Großkundengeschäft im laufenden Geschäftsjahr signifikant abgenommen hat. Dadurch hat der Bankkonzern im 1. Quartal 2010 gute Gewinne erwirtschaftet. Lloyds hat zudem straffe Kostensenkungen umgesetzt.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2009-11-16
2 Analyse vom 2009-05-18
3 Analyse vom 2008-11-17
4 Analyse vom 2008-05-19
5 Analyse vom 2007-11-13
6 Analyse vom 2007-05-15
7 Analyse vom 2006-11-14
8 Analyse vom 2006-05-15
9 Analyse vom 2005-11-14