KSB Aktie

Analyse vom 2011-02-14

2010 hat KSB nach vorläufigen Zahlen den Umsatz um 3% und den Auftragseingang um 7,3% auf 2,08 Mrd € gesteigert. Außerhalb Europas erzielte der Konzern sogar zweistellige Zuwächse bei Umsatz und Auftragseingang. Besonders im 4. Quartal hat sich die Geschäftsentwicklung beschleunigt. Der Aufschwung war vor allem im frühzyklischen Standardgeschäft spürbar. Im spätzyklischen Projektgeschäft, das von Großaufträgen mit langer Laufzeit lebt, wirkte sich noch die in der Krise geringere Investitionsbereitschaft aus, die in erster Linie den Bau neuer Kraftwerke betrifft. Zum Nettogewinn wurden noch keine konkreten Aussagen getroffen. Der im Projektgeschäft starke Preisdruck bei gleichzeitig gestiegenen Material- und Personalkosten hat aber das Ergebnis belastet. Hinzu kamen Abschreibungen auf die in den Vorjahren getätigten Großinvestitionen. Der Vorsteuergewinn dürfte daher das V orjahresniveau von 172,8 Mio € nicht erreicht haben. Dennoch soll die Dividende stabil bleiben. Auch das laufende Jahr wird von hoher Wettbewerbsintensität und starkem Preisdruck geprägt sein. Insofern wird der Gewinn noch nicht an das Niveau der Jahre 2008 und 2009 herankommen. Bei Umsatz und Auftragseingang erwartet KSB jedoch weitere Zuwächse. Rekordergebnisse sind vermutlich erst 2012 möglich, wenn das Projektgeschäft wieder in Schwung kommt. Langfristig hohe Wachstumschancen sieht KSB in China, das in den nächsten 12 Jahren 50 Kernkraftwerke bauen will.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-08-16

KSB kann wieder über eine hohe Nachfrage nach Standardpumpen und -armaturen berichten. Im Projektgeschäft lassen die Großaufträge aber noch auf sich warten. Insgesamt ging der Auftragseingang im 1. Halbjahr um 2,3% auf 1 Mrd € zurück. Gegenüber dem Jahresende 2009 erhöhte sich der Auftragsbestand dagegen leicht auf 1,08 Mrd €. Herausragend war die Entwicklung in Asien, wo die Bestellungen um 30% zunahmen. In Europa war die Nachfrage noch schwach. Hier zeichnet sich jedoch eine Trendwende ab. Der Umsatz schrumpfte um 2,2% und der Gewinn aufgrund des hohen Preisdrucks bei Großprojekten und gestiegener Personalkosten um 31%. Im Gesamtjahr erwartet KSB Umsatz und Auftragseingang auf Vorjahresniveau. Sollten die zuletzt spürbaren konjunkturellen Impulse in Europa im 2. Halbjahr anhalten, sei auch ein moderates Wachstum möglich. Der Gewinn werde aber deutlich zurückgehen. Gründe sind neben den bereits genannten Effekten steigende Abschreibungen infolge früher getätigter Großinvestitionen. Im 2. Halbjahr wird KSB neue Pumpen, Antriebe und Automatisierungsprodukten entwickeln und das Armaturenprogramm modernisieren und erweitern. Ein erster Schritt wurde bereits mit der Übernahme der italienischen Itaco/Reel getan. Itaco ist ein Spezialist für energiesparende Pumpenantriebe. KSB sichert sich damit Zugang zu einer Schlüsseltechnologie der Zukunft. Auf der Agenda stehen zudem die Erschließung neuer Wachstumsmärkte und der Ausbau des Service. Die Maßnahmen werden spätestens 2011 zu höheren Umsätzen und Gewinnen führen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-02-15
2 Analyse vom 2009-08-17
3 Analyse vom 2009-02-16
4 Analyse vom 2008-08-11
5 Analyse vom 2008-02-11
6 Analyse vom 2007-08-14
7 Analyse vom 2007-02-13
8 Analyse vom 2006-08-14
9 Analyse vom 2006-02-14