Kimberly-Clark Aktie
Analyse vom
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-12-13
Der Rechtsstreit um das vor Jahren vom Markt genommene Schmerzmittel Vioxx kommt Merck nochmals teuer zu stehen. Im 3. Quartal stellte das Unternehmen aufgrund von Untersuchungen eines Gerichts im Bundesstaat Massachusetts knapp 1 Mrd $ für Rechtsstreitigkeiten zurück. Darüber hinaus hatte Merck Sonderkosten aufgrund der Übernahme von Schering-Plough zu tragen, darunter sowohl Restrukturierungskosten als auch zahlungsunwirksame Aufwendungen. Die Vorjahresperiode war im Gegensatz dazu durch positive Sonderfaktoren begünstigt. Der Gewinn ging entsprechend drastisch zurück. Bereinigt um etwaige Sonderposten lag das Ergebnis bei 85 Cent je Aktie – ein Minus von 6%. Mit Ausnahme der Rückstellungen für Vioxx verlief das Geschäft nach Plan. Der Umsatz mit dem Asthmamittel Singulair legte um 12% zu. Beim Diabetesmittel Januvia stieg der Umsatz sogar um 22%. Dagegen drückte der Patentablauf der Blutdruckpräparate Hyzaar und Cozaar wie erwartet auf das Wachstum. Dieser Effekt wird sich mit Beginn des 2. Quartals 2011 verflüchtigen. Merck ist nach der Übernahme von Schering-Plough ohnehin deutlich resistenter gegen einzelne Patentabläufe. Das Top-Medikament Singulair steuert trotz hoher Wachstumsraten nur noch 11% zum Konzernumsatz bei. Bei Cozaar/Hyzaar ist der Umsatzanteil auf unter 4% gesunken. Das Einsparziel von 3,5 Mrd $ aus der Fusion von Schering-Plough wurde jüngst bekräftigt. Die Sonderaufwendungen dürften bereits im nächsten Jahr zu einem Großteil auslaufen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
