Kellogg Aktie
Analyse vom 2011-03-14
Kellogg blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. Gestiegene Rohstoffpreise sowie eine kostspielige Rückrufaktion im 1. Halbjahr drückten auf die Margen. Der harte Wettbewerb, die Kaufzurückhaltung der V erbraucher sowie weniger neue Produkteinführungen als Folge von Sparmaßnahmen belasteten ebenfalls die Geschäftsentwicklung. Dass der Gewinn dennoch leicht gestiegen ist, verdankt Kellogg einer geringeren Zinsbelastung, Kostensenkungen in der Lieferkette sowie Preiserhöhungen bei Tiefkühlprodukten und einigen Frühstücksflocken. Operatives Ergebnis und Umsatz gingen dagegen zurück. In nahezu allen Märkten schrumpften die Erlöse. Lediglich in der weniger bedeutenden Region Asien/Pazifik kam es zu einem Zuwachs von 13,6%. Im laufenden Jahr erwartet der Konzern bei konstanten Wechselkursen 3,33 bis 3,40 $ pro Aktie sowie ein organisches Umsatzwachstum zwischen 3 und 4%. Angesichts weiter steigender Kosten für Agrarrohstoffe wird Kellogg vor allem die Preise um durchschnittlich 3% erhöhen. Um das Wachstum anzukurbeln, wird aber auch das globale Marketing wieder eine größere Rolle spielen. Zudem wird der Konzern wieder verstärkt in neue Produkte investieren. Besonders die enttäuschenden Zahlen des 3. Quartals hatten gezeigt, dass am falschen Ende gespart wurde. Kellogg muss die Schulden weiter senken, aber auch das Vertrauen in seine Produktpalette wiederherstellen. Das Wachstum in den wichtigsten Märkten ist nach wie vor schwach. Für den Konzern spricht das Aktienrückkaufprogramm.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-09-13
Kellogg ist ein peinlicher Patzer unterlaufen. Der Konzern musste im 2. Quartal 28 Mio Packungen Frühstücksflocken zurückrufen. Eine übelriechende Folie bei 4 Sorten Cerealien führte bei einigen Kunden zu Übelkeit und Erbrechen. Erschwerend hinzu kam die schwache Nachfrage in Großbritannien und den USA. Der Gewinn ging um 14,7% auf 302 Mio $ zurück und der Umsatz um 5,2% auf 3,06 Mrd $. Besonders schlecht lief das Geschäft in Europa. Zulegen konnte Kellogg lediglich in Asien. Auf Halbjahresbasis fielen die Ergebnisse dank eines starken 1. Quartals und erfolgreicher Kostensenkungen etwas besser aus. Wegen der Rückrufaktion hat der Konzern seine Jahresprognose nach unten revidiert. Das Gewinnwachstum werde nur noch bei 8 bis 10% pro Aktie liegen und auch der Umsatz dürfte geringer ausfallen als bisher erwartet. Die Zielspanne für den operativen Cashflow wurde auf 1,15 bis 1,2 Mrd $ gesenkt. Wir erwarten einen Umsatz auf Vorjahresniveau und halten die Gewinnprognose für zu hoch. Zu bedenken ist die Entwicklung der Rohstoffpreise. Allein der Weizenpreis ist in den letzten Wochen regelrecht explodiert. Ein Grund ist der russische Exportstopp aufgrund der Ernteausfälle nach der Brandkatastrophe. Höhere Preise wird Kellogg kaum an die Kunden weitergeben können, zumal der Wettbewerb bei Cerealien durch Billiganbieter zunimmt. Seine Bilanz hat Kellogg zuletzt etwas aufpoliert. Die langfristigen Schulden wurden seit Jahresbeginn um 19% auf 3,9 Mrd $ gesenkt und die Eigenkapitalquote auf 21% verbessert.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
