Intershop Immobilien Schweiz Aktie
Analyse vom 2011-02-14
Intershop veröffentlichte wie gewohnt solide Zahlen. Im 1. Halbjahr 2010 stieg der Gewinn durch Verkäufe von Eigentumswohnungen um 17%. Die Netto-Mieteinnahmen konnten um 1% gesteigert werden, was angesichts der Bestandsverkäufe eine gute Leistung darstellte. Die Leerstandsquote ging nach einem Jahr deutlich von 10,8 auf 9,6% zurück. Aus der Vielzahl der angebotenen Immobilien sicherte sich Intershop lediglich das Baurecht auf einer Landparzelle in Kilchberg/ZH, wo 21 Mietwohnungen entstehen sollen. Alle anderen Angebote entsprachen nicht den Renditeanforderungen. Angesichts der fehlenden attraktiven Akquisitionsmöglichkeiten treibt das Unternehmen verstärkt die Entwicklungsmöglichkeiten im bestehenden Portfolio voran. Nicht nur der Transaktionsmarkt gestaltet sich zunehmend schwieriger, auch im Vermietungsgeschäft bestehen einige „Herausforderungen“. Vor allem kommerzielle Flächen können laut Management nur noch mit höherem Aufwand und nach längeren Vermarktungszeiten vermietet werden. Vor diesem Hintergrund ist es derzeit nicht möglich, die Leerstände nochmals deutlich zu senken. Wir sehen trotz des zurückhaltenden Ausblicks keinen Grund zur Sorge. Die Leistungssteigerungen des letzten Jahres können aufgrund der schwieriger werdenden Geschäftslage zwar nicht fortgeschrieben werden. Intershop generiert jedoch einen stabilen Cashflow aus laufenden Mieteinnahmen. Damit bleibt die Aktie vor allem als Dividendenwert interessant.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-08-16
Die Intershop-Gruppe hat alle Zielvorgaben für 2009 erreicht. Die Leerstandsquote verbesserte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 10,8%. Durch den Verkauf von Liegenschaften wurden Mehrwerte von 7,6 Mio SFr erzielt. Im Gegenzug erwarb das Unternehmen erfolgversprechende Immobilien im Wert von 41 Mio SFr. Der Marktwert der eigenen Immobilien ist im Berichtsjahr leicht angestiegen. Dabei wurde der erstmalig festgestellte Marktwert der Entwicklungsliegenschaften auf 47,7 Mio SFr und damit um 3,7 Mio SFr über dem entsprechenden Buchwert taxiert. Nach dem internationalen Rechnungslegungsstandard IFRS, der die Bilanzierung der Immobilien zu Marktwerten vorsieht, entspricht der Buchwert auch dem tatsächlichen, „inneren“ Wert des Unternehmens. Intershop wird derzeit mit einem Aufschlag von 15 bis 20% zum Buchwert gehandelt. Dieser Bewertungsaufschlag spiegelt das vom Kapitalmarkt erwartete Wertsteigerungspotenzial des Immobilienportfolios wider. Wir halten das vom Markt eingepreiste Wachstum für überschaubar, sodass Intershop vor größeren Enttäuschungen gefeit sein sollte. Für ein geringes Risiko der Aktie sprechen auch die Eigenkapitalquote von 41,8% und das robuste, auf die Erzielung von Mieteinnahmen beruhende Geschäftsmodell. Hinzu kommt eine Dividendenrendite von über 6%. In Zeiten steigender Wirtschaftsleistung liegt die Kursentwicklung erfahrungsgemäß unter dem Marktdurchschnitt.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
