H.J. Heinz Aktie
Analyse vom 2011-03-14
Heinz hat im 3. Quartal die Markterwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg um 1,5% auf 2,72 Mrd $ und der Gewinn um 20% auf 274 Mio $. Die Jahresprognose wurde angehoben, zumal der Konzern sowohl in etablierten Märkten als auch in den Schwellenländern gute Geschäfte macht. Geplant sind jetzt ein Umsatzwachstum von 2 bis 3% sowie ein Gewinn von 3,04 bis 3,10 $ pro Aktie. Die höheren Rohstoffkosten kann Heinz durch Preisanhebungen und Effektivitätsverbesserungen kompensieren. Zweistellige Wachstumsraten erzielt der Konzern in China, Indien, Indonesien und Russland. Entsprechend wird die Expansion in diesen Ländern vorangetrieben. Bis 2016 soll sich der Umsatzanteil der Schwellenländer auf ein Drittel erhöhen. Im vergangenen Jahr hat Heinz den chinesischen Sojasoßen-Hersteller Foodstar erworben, um aus dem schnell wachsenden Markt für Gewürzsoßen Kapital zu schlagen. 2012 soll Foodstar mehr als 100 Mio $ umsetzen. Auch der Bereich Kindernahrung bietet in China gewaltiges Potenzial. In den ersten 9 Monaten wuchsen dort die Erlöse um 35%. Jetzt sucht Heinz nach günstigen Übernahmegelegenheiten in Südamerika und Vietnam. In Südamerika ist der Konzern bereits fündig geworden und erwirbt die brasilianische Coniexpress. Mit seinen beliebten Tomatenprodukten setzte das Unternehmen zuletzt 325 Mio $ um. Der Kaufpreis ist zwar nicht bekannt, wird aber auf rund 720 Mio $ geschätzt. Heinz überzeugt durch kontinuierliches Wachstum, starke Marken und eine attraktive Dividendenrendite.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-09-13
Ketchup und Soßen von Heinz kommen an. Trotz aller Krisen wächst der Konzern seit mehr als 10 Jahren ununterbrochen. Auch im 1. Quartal 2009/10 lag der Umsatz wieder leicht über Vorjahresniveau. Dank Produktivitätsverbesserungen und Preiserhöhungen stieg der Gewinn sogar um gut 13%. Vor allem die Menschen in den Schwellenländern greifen verstärkt zu den Produkten von Heinz. Das Umsatzwachstum betrug dort 13,2%. Allein in Asien legte Heinz um 19% zu. Aber auch im US-Geschäft erzielte der Konzern Zuwächse. Bis 2013 will Heinz in den Schwellenländern 20% des Gesamtumsatzes erwirtschaften. Im 1. Quartal waren es bereits 18%. Besonders in China hat Heinz die Chance, durch die jüngste Übernahme des chinesischen Soßenproduzenten Foodstar vom 2 Mrd $ schweren Markt für Sojasoßen zu profitieren. In China und Russland besitzt daneben der Markt für Kindernahrung erhebliches Wachstumspotenzial. Sorgenkind bleibt Europa, wo Billigprodukte der Discounter dem Konzern zu schaffen machen. Dort verkaufte Heinz im 1. Quartal 8% weniger Ketchup und Soßen. Daran dürfte sich in Zukunft auch nicht viel ändern. V or allem in Deutschland ist es schwierig, höhere Preise durchzusetzen. REWE hat dies abgelehnt und Heinz-Produkte aus den Regalen entfernt. Das Management geht davon aus, dass es in den kommenden Quartalen mit dem Konzern weiter aufwärts geht und hat einen Anstieg von 7 bis 10% beim Gewinn pro Aktie prognostiziert. Zudem will Heinz das Jahr mit einem freien Cashflow von über 1 Mrd $ abschließen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
