Harley-Davidson Aktie
Analyse vom 2011-02-14
Sulzer spürt den Aufschwung. Der Auftragseingang stieg 2010 um 9% auf 3,29 Mrd SFr und damit kräftiger als zum Halbjahr erwartet. Vor allem die frühzyklischen Branchen Automobil, Papier und Zellstoff haben sich vom tiefen Niveau des Jahres 2009 erholt. Gegen Jahresende zog auch das Geschäft mit der Luftfahrtindustrie wieder an. Daneben haben neue innovative Produkte erste Erfolge gezeigt. Die Akquisition der britischen Dowding & Mills hat sich ebenfalls positiv auf die Auftragsentwicklung ausgewirkt. Belastet hat der starke Schweizer Franken. Zudem haben sich die Kunden aus der eher spätzyklischen Öl- und Gasindustrie noch mit größeren Investitionen zurückgehalten. Geografisch erwiesen sich die Schwellenländer und Nordamerika als Wachstumstreiber. Vor diesem Hintergrund wird Sulzer den Ausbau seiner Kapazitäten in aufstrebenden Märkten vorantreiben. Allein in China werden jetzt 30 Mio SFr in ein neues Werk für Spezialpumpen investiert. Angesichts der guten Auftragsentwicklung haben wir unsere Umsatz- und Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2010 leicht angehoben. Die Rückgänge dürften nicht so stark ausfallen wie bisher erwartet. Einen Sondererlös von operativ 45 Mio SFr aus Immobilienverkäufen haben wir nicht berücksichtigt. In diesem Jahr sollte es mit den Bestellungen weiter aufwärts gehen. Der positive Trend in den frühzyklischen Märkten wird sich fortsetzen, aber verlangsamen. Im 2. Halbjahr könnte die Öl- und Gasindustrie für Dynamik sorgen, falls deren Erholung nachhaltig ist.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-08-16
Sulzer hat die Last der Krise noch nicht abgeschüttelt. Der Umsatz schrumpfte im 1. Halbjahr um 14,7%, der Gewinn brach sogar um 29% ein. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass im Vorjahr umfangreiche Immobilienverkäufe das Ergebnis begünstigt hatten. Allerdings deutet der Zuwachs von 4,2% auf 1,62 Mrd SFr beim Auftragseingang auf eine Erholung des Geschäfts hin. Besonders aus den frühzyklischen Branchen Papier, Zellstoff und Automobil ziehen die Bestellungen an. Kunden spätzyklischer Branchen, die von der Sparte Pumps bedient werden, halten sich dagegen noch zurück. Sulzer erwartet eine Fortsetzung dieses Trends und damit am Jahresende einen Auftragseingang auf V orjahresniveau (3,02 Mrd SFr). Der geringe Auftragsbestand dürfte aber erneut zu Rückgängen bei Umsatz, operativem Ergebnis und Gewinn führen. Aber nicht so stark, wie bisher erwartet. Sulzer hat Anfang Juni die britische Dowding & Mills für 217 Mio SFr übernommen. Der Spezialist für Wartung und Reparatur von Motoren und Generatoren erzielte 2009 einen Umsatz von umgerechnet 213 Mio SFr und eine operative Marge von 14%. Dowding & Mills stärkt das weniger zyklische Geschäft der Sparte Turbo Services. Daneben wurde die Metco-Sparte durch einen kleineren Zukauf ausgebaut. Die immer noch hohe Nettoliquidität von 409,4 Mio SFr erlaubt weitere Akquisitionen. Für Sulzer spricht zwar die solide Bilanz, die Erholung in der umsatzstarken Sparte Pumps lässt aber noch auf sich warten. Zudem ist die Aktie nicht mehr günstig.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
