Halliburton Aktie

Analyse vom

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2011-04-05

Halliburton hat die Ölpest im Golf von Mexiko gut überstanden. Der Konzern hatte den Zement für die Auskleidung des Bohrlochs geliefert und ist laut Bericht der US-Expertenkommission mitverantwortlich für das Unglück. Finanzielle Konsequenzen hat Halliburton jedoch bislang nicht zu befürchten. Der Konzern blieb von der Zivilklage der US-Regierung ausgenommen. Insofern brauchten auch keine Rückstellungen gebildet zu werden. Die Jahreszahlen lagen über unseren Erwartungen. Dank ausgezeichneter Geschäfte in Nordamerika stieg der Umsatz um 23% und der Gewinn um gut 60%. Im 4. Quartal fielen die Wachstumsraten noch höher aus. Und der Bohrboom ist noch lange nicht vorbei. Die Ölkonzerne planen weitere Milliardeninvestitionen in die Exploration. Auch in der Tiefsee wird weiter nach Öl gebohrt. Die aktuelle Krise in Nordafrika hilft den an Offshore-Bohrungen beteiligten Konzernen zusätzlich: Je höher der Ölpreis, desto schneller lohnen sich teure Tiefseebohrungen. Aktuell laufen Explorations- und Bohrprojekte vor den Küsten Brasiliens, Nigerias und Angolas. Zudem gehen wir davon aus, dass die US-Regierung bald wieder Genehmigungen für Bohrungen im Golf von Mexiko erteilen wird. Tiefseebohrungen sind riskant, aber technologisch beherrschbar. Und die westliche Welt ist gerade auf dieses Öl angewiesen. Daneben profitiert Halliburton von der Entwicklung der Ölfelder im Irak sowie in Nordamerika von den zunehmenden Bohraktivitäten im Bereich Schiefergas.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-10-04
2 Analyse vom 2010-04-06
3 Analyse vom 2009-10-05
4 Analyse vom 2009-04-06
5 Analyse vom 2008-04-07
6 Analyse vom 2007-10-02
7 Analyse vom 2007-04-03
8 Analyse vom 2006-10-02
9 Analyse vom 2006-04-04