Georg Fischer Aktie
Analyse vom 2011-02-14
Der Absatz an Planierraupen, Baggern, Radladern und anderen Baumaschinen stieg im 4. Quartal um 69%. Die Zahlen schreiben einen Trend fort: Die Kunden von Caterpillar tauschen weiter alte Maschinen aus, worauf sie im krisengebeutelten Vorjahr noch verzichtet hatten. Das stärkt die Nachfrage nach Maschinen. In den Regionen Europa, Afrika und dem Mittleren Osten, die allgemein als die schwächsten für den Konzern gelten, legte der Umsatz um 36% zu. Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Regionen Lateinamerika und Asien mit 68 bzw. 67%. Caterpillar verstärkt sich im Bergbau und will für 7,6 Mrd $ den Minenspezialisten Bucyrus übernehmen. Das Unternehmen stellt Geräte für den Über- und Untertagebau her wie schwere Bagger, riesige Kipper und Bohrapparate für Sprengungen. Kunden haben Caterpillar öfter aufgefordert, die Produktpalette im Bereich der Bergwerksausrüstung zu erweitern. Dies ist jetzt mit dem Kauf von Bucyrus geschehen. Erst im Oktober wurde der Mannheimer Motorenhersteller MWM übernommen, davor der amerikanische Diesellok-Bauer EMD. Der Konzern sitzt auf einem 3,6 Mrd $ schweren Barbestand, der sinnvoll eingesetzt werden soll, um Wachstumschancen zu nutzen. Dabei steht das organische Wachstum im V ordergrund. Für den nächsten Aufwärtstrend ist Caterpillar besser vorbereitet als beim letzten Mal.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-08-16
Nach den Horrormeldungen aus dem vergangenen Jahr macht Caterpillar wieder glänzende Geschäfte. Die Auftragslage hat sich so prächtig entwickelt, dass das Unternehmen nun sogar seine Prognose angehoben hat. Der optimistische Ausblick beruht auf den starken Zahlen des 2. Quartals. Zwischen April und Juni hat der Baumaschinenhersteller seinen Gewinn auf 707 Mio $ nahezu verdoppelt. Der Umsatz legte um 31% auf 10,4 Mrd $ zu. Der Vorstandschef erklärte das außergewöhnliche Wachstum mit der überraschend hohen Nachfrage aus den Schwellenländern China, Indien und Brasilien. Allerdings hat auch der Basiseffekt eine Rolle gespielt, weil Umsatz und Gewinn im 2. Quartal des V orjahres drastisch gesunken waren. Zudem erntet das Unternehmen nun die Früchte seines 2009 eingeschlagenen Sparkurses – weltweit wurden 20.000 Stellen gestrichen. Dadurch konnten die Produktionskosten allein im 2. Quartal um mehr als 400 Mio $ gesenkt werden. Der neue CEO hat dem Konzern bereits weitere Einsparungen verordnet. Nach den Arbeitern müssen nun auch viele Manager gehen. Doug Oberhelman hat am 1. Juli das Amt des Konzernchefs von Jim Owens übernommen, der nach 38 Jahren bei Caterpillar in den Ruhestand geht. Auch für die Zukunft ist Caterpillar optimistisch gestimmt. Die Wachstumsperspektiven der Kunden aus der Bergbauindustrie, dem Energiesektor und dem Straßenbau sind anhaltend positiv.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
