Gazprom Aktie

Analyse vom

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2011-04-05

Gazprom hat in den ersten 9 Monaten Umsatz und Gewinn zweistellig gesteigert. Im 3. Quartal ging der Gewinn allerdings um 9% zurück, da die Kosten für die Beschaffung von Öl und Gas um 29% gestiegen waren. Höhere Öl- und Gaspreise im 4. Quartal dürften diesen Effekt jedoch kompensiert haben. Insofern sollte der Konzern das Gesamtjahr mit Rekordergebnissen abgeschlossen haben. Bekannt ist bisher nur, dass sich die Gasproduktion 2010 um 10% auf 508,6 Mrd m³ erhöht hat. Dieses Jahr will Gazprom wieder das Vorkrisenniveau von 550 Mrd m³ erreichen und im Exportgeschäft einen Rekordumsatz von 72,4 Mrd $ erzielen. Denn mit dem Wirtschaftsaufschwung wird sich auch die Gasnachfrage weiter erholen, besonders in Europa. Die Gaslieferungen nach Europa sollen um 9% auf 151,5 Mrd m³ steigen und der Gaspreis um 14% auf 352 $ pro 1.000 m³. Die Preiserhöhung würde nur dann geringer ausfallen, wenn Gazprom direkten Zugang zu den Endkunden bekäme. Auch langfristig wird Europa der wichtigste Exportmarkt für Gazprom bleiben. Wachstumsfantasie bietet daneben China, das ab 2015 mit Gas beliefert werden soll. Die Selbstversorgung der Europäer mit Schiefergas könnte frühestens in 5 Jahren zum Problem werden, wenn alle Fördergenehmigungen vorliegen. In Russland werden dagegen Wettbewerber wie Novatek stärker. Andererseits wäre der Verlust von Marktanteilen eine Entlastung. Gazprom müsste weniger in den Ausbau der Produktion investieren und könnte sich verstärkt auf den Schuldenabbau konzentrieren.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-10-04
2 Analyse vom 2010-04-06
3 Analyse vom 2009-10-05
4 Analyse vom 2009-04-06
5 Analyse vom 2008-04-07
6 Analyse vom 2007-10-02
7 Analyse vom 2007-04-03
8 Analyse vom 2006-10-02
9 Analyse vom 2006-04-04