Ford Aktie

Analyse vom 2010-11-15

Ford bleibt auf Erfolgskurs und hat im 3. Quartal 1,7 Mrd $ verdient. Schwachpunkt war lediglich das Europa-Geschäft, wo der Konzern weniger umsetzte, Marktanteile verlor und nicht zuletzt wegen der Einführung neuer Modelle Verluste schrieb. Nach 9 Monaten standen unter dem Strich 6,37 Mrd $ Gewinn. In diesem Zeitraum erwirtschafteten alle Regionen schwarze Zahlen. Der Umsatz stieg um 18,4%, im weitergeführten Geschäft ohne die an den chinesischen Hersteller Geely verkaufte Marke V olvo um 21%. Am besten schnitt Ford in Nordamerika ab, wo die Marktposition ausgebaut werden konnte. Auch im Gesamtjahr will Ford mehr verdienen als 2009, obwohl das 4. Quartal aufgrund verschiedener Sondereffekte schwach ausfallen wird. 2011 soll sich die Profitabilität weiter erhöhen. Denn Ford erzielt wieder höhere Preise, vor allem für neue Modelle wie den Fiesta. Zudem wird der Konzern weiter gestrafft, das Angebot auf bis zu 20 Modelle zusammengestrichen. Vor 4 Jahren waren es noch 97 Modelle. Die Produktion wird bis 2012 auf eine weltweite Plattformstrategie umgestellt, was die Margen auch langfristig verbessert. Beim Schuldenabbau kommt der Konzern ebenfalls voran. Seit Jahresanfang sanken die Schulden, unter anderem durch die Umwandlung von Anleihen in Aktien, von 33,6 auf 26,4 Mrd $ und damit die Zinsaufwendungen um 800 Mio $. Bis Ende 2010 und damit 1 Jahr früher als geplant, will Ford die Schulden auf Höhe der liquiden Mittel von aktuell 20,3 Mrd $ reduzieren.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-05-17

Ford hat die Krise hinter sich und das 1. Quartal mit einem Gewinn von 2,09 Mrd $ abgeschlossen. Der Umsatz kletterte um 29,4% und der US-Marktanteil von 13,9 auf 16,6%. Verkaufsschlager war der Kompaktwagen Ford Focus. Dank höherer Absatzzahlen und einer verbesserten Kostenstruktur verdiente Ford in allen Regionen Geld. Auf dem US-Markt waren es vor Steuern 1,2 Mrd $. Die Finanzierungssparte erwirtschaftete 815 Mio $. Weiter stabilisiert hat sich auch die Liquiditätslage. Die reinen Barmittel erhöhten sich gegenüber dem Jahresende von 24,9 auf 25,3 Mrd $. Ford kämpft aber nach wie vor mit einer hohen Schuldenlast von 31,3 Mrd $, die jedoch kontinuierlich abgetragen wird. Ford kam ohne Staatskredite aus und konnte ein Insolvenzverfahren vermeiden. Vielmehr hat CEO Mulally den Konzern umgebaut, verstärkt kleinere Autos ins Programm genommen und die Entwicklung von Elektrofahrzeugen forciert, die hohen Gesundheits- und Pensionskosten gesenkt, die Marken Rover, Jaguar und vor kurzem Volvo verkauft, eine effizientere Plattformstrategie implementiert sowie tausende von Stellen abgebaut. Dieses Jahr sind keine weiteren Einsparungen mehr zu erwarten. Im Gegenteil: Durch neue Modellanläufe und höhere Rohstoffpreise dürften die Kosten eher steigen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2009-11-16
2 Analyse vom 2009-05-18
3 Analyse vom 2008-11-17
4 Analyse vom 2008-05-19
5 Analyse vom 2007-11-13
6 Analyse vom 2007-05-15
7 Analyse vom 2006-11-14
8 Analyse vom 2006-05-15
9 Analyse vom 2005-11-14