Fiat Aktie

Analyse vom 2010-11-15

Fiat hat die letzten Quartalszahlen vor der Aufspaltung in zwei Teile veröffentlicht. In Fiat Industrial werden künftig die Land- und Baumaschinen sowie die LKW gebündelt. Die Fiat SpA wird die PKW-Marken sowie die 20%Beteiligung an Chrysler beherbergen. Der Schnitt erfolgt zum Jahresende. Beide Konzerne werden eigenständig an der Mailänder Börse gelistet. Alle Fiat-Aktionäre erhalten im gleichen Verhältnis Aktien der neuen Gesellschaft. Der Nominalwert der Fiat-Aktien wird auf 3,50 € herabgesetzt, während die Aktien der Fiat Industrial einen Wert von 1,50 € erhalten. Die Schulden werden zu gleichen Teilen auf die beiden Konzerne verteilt und von den Barmitteln erhält Industrial 30%. Industrial dürfte sich hochprofitabel entwickeln. Bei den Autos lauern dagegen Risiken. Dies zeigten bereits die 9-Monats-Zahlen, die nur dank guter Geschäfte mit Industrieausrüstungen und LKW so stark ausgefallen waren. Der PKW-Absatz schrumpfte dagegen um 7,7% auf 894.800 Stück, im 3. Quartal sogar um 15,7%. Besonders stark war der Rückgang in Europa nach dem Auslaufen der Abwrackprämien. Aber auch in China kann Fiat vom PKWBoom nicht profitieren. Trotz der Probleme bei den Autos hob der Konzern die Jahresprognose an. Erwartet werden jetzt ein Umsatz von über 55 Mrd € sowie ein Gewinn von 400 Mio €. Auch die Schulden hat Fiat besser im Griff. Statt 5 Mrd € sollen am Jahresende nur noch weniger als 4 Mrd € auf dem Konzern lasten. Bis 2014 soll sich der PKW-Umsatz auf 64 Mrd € verdoppeln.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-05-17

Die Ertragskraft von Fiat hat sich im 1. Quartal verbessert. Bei einem Umsatzplus von 15% erwirtschaftete der Konzern ein Betriebsergebnis von 352 Mio € und konnte den Verlust deutlich reduzieren. Die Auto-Sparte wuchs um 20% auf 7,3 Mrd € und trug 196 Mio € zum Betriebsergebnis bei. Das Gesamtjahr will Fiat mit einem Umsatz von über 50 Mrd € und einem Gewinn nahe der schwarzen Null abschließen. Zudem hat der Konzern eine neue Strategie mit ehrgeizigen Zielen vorgestellt. Noch in diesem Jahr soll das LKW-, Agrarund Baumaschinengeschäft abgespalten und als Fiat Industrial an die Börse gebracht werden. Für den auf das Autogeschäft reduzierten Konzern sieht das Management gewaltige Wachstumschancen aufgrund der Kooperation mit Chrysler bei Entwicklung, Einkauf, Produktion und Verkauf. Der Absatz soll bis 2014 auf nahezu 3,8 Mio Fahrzeuge verdoppelt werden. Gemeinsam mit Chrysler will der Konzern mit 34 neuen Modellen sogar auf einen Absatz von 6 Mio kommen. Auch der Umsatz soll von 32 Mrd € in diesem Jahr bis 2014 auf 64 Mrd € verdoppelt werden. Das Betriebsergebnis soll von 500 bis 600 Mio auf 3,2 bis 3,8 Mrd € steigen. Fiat Industrial zielt dagegen 2010 auf einen Umsatz von 19 Mrd € sowie auf ein Betriebsergebnis von 600 Mio €, das bis 2014 versechsfacht werden soll. Die Abspaltung macht die Auto-Sparte beweglicher. Kapitalbeschaffung für notwendige Investitionen sowie weitere Allianzen, um Kosten zu senken und neue Absatzmärkte zu gewinnen, werden leichter.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2009-11-16
2 Analyse vom 2009-05-18
3 Analyse vom 2008-11-17
4 Analyse vom 2008-05-19
5 Analyse vom 2007-11-13
6 Analyse vom 2007-05-15
7 Analyse vom 2006-11-14
8 Analyse vom 2006-05-15
9 Analyse vom 2005-11-14