Depfa Bank Aktie
Analyse vom
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-11-15
Die Postbank hat ein Übernahmeangebot von der Deutschen Bank für die in Streubesitz befindlichen Aktien erhalten. Vorstand und Aufsichtsrat der Postbank halten den Angebotspreis von 25 € pro Aktie für angemessen und empfehlen den freien Aktionären die Annahme des Angebots. Für die Aktionäre könnte es sich lohnen, das Angebot vorerst nicht anzunehmen und stattdessen abzuwarten. Der Angebotspreis entspricht lediglich dem gesetzlichen Minimum, der sich nach dem Durchschnittskurs der letzten drei Monate bemisst. Das Risiko eines Kursrücksetzers im Falle eines Scheiterns des Übernahmeversuchs ist demnach kaum vorhanden. Auf der anderen Seite können die Aktionäre auf eine Erhöhung des Angebotspreises spekulieren. Für die rund 27% an der Postbank, die derzeit noch der Post gehören, hatte die Deutsche Bank Anfang 2009 einen Übernahmepreis von 45 € pro Aktie ausgehandelt. Für den Anteil, den das Unternehmen im Vorjahr gekauft hat, wurden 57 € pro Aktie gezahlt. Für die Deutsche Bank wird es jetzt ungemütlich: Will sie den Übernahmepreis von 25 € rechtfertigen, muss sie auch in aller Öffentlichkeit eingestehen, bislang zu viel gezahlt und so Milliarden verbrannt zu haben. Die Beteiligungsgesellschaft Effecten Spiegel AG hat zudem Klage eingereicht und pocht auf Auszahlung der 45 €, den die Deutsche Bank der Post versprochen hat.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
