Clorox Aktie

Analyse vom

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-12-13

Probleme mit rezeptfreien Arzneien belasten das Geschäft von J&J. Im 3. Quartal sank der Umsatz um 1% auf 15 Mrd $. Während die Pharma-Sparte um 4,7% zulegte, gingen die Erlöse mit Gesundheitsprodukten um knapp 11% zurück. Hier spiegelten sich die Rückrufe rezeptfreier Arzneien und der folgende Produktionsstopp bei der Tochter McNeil wider. Eine andere Tochter musste zudem 92.000 künstliche Gelenke zurückrufen. Dem Konzern machen aber auch die Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen und die unsichere Wirtschaftslage zu schaffen. Immer mehr Patienten verschieben Operationen, weil sie sich diese nicht leisten können. Dank des schwachen Dollar, der US-Produkte im Ausland verbilligt, sowie niedrigerer Kosten konnte J&J aber den Gewinn um 2% auf 3,4 Mrd $ steigern. Der Konzern hob daher auch seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr von 4,65 bis 4,75 $ auf 4,70 bis 4,80 $ pro Aktie an. Beim Umsatz erwartet J&J jedoch statt 62,5 nur noch 62 Mrd $, weil sich die Belastungen durch die Rückrufaktionen auf rund 600 Mio $ belaufen werden. Im Rahmen seiner Diversifikationsstrategie und um Einbußen durch Patentabläufe in der Pharma-Sparte zu kompensieren, steigt J&J ins Impfstoffgeschäft ein und übernimmt für 1,75 Mrd € das niederländische Biotech-Unternehmen Crucell (Umsatz: 358 Mio €, Gewinn: 24 Mio €). Im Gegensatz zu Arzneimitteln sind Impfstoffe vor der Generikakonkurrenz relativ gut geschützt.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-06-21
2 Analyse vom 2009-12-14
3 Analyse vom 2008-12-15
4 Analyse vom 2008-06-16
5 Analyse vom 2007-12-11
6 Analyse vom 2007-06-19
7 Analyse vom 2006-12-12
8 Analyse vom 2006-06-20
9 Analyse vom 2005-12-12