Ciba SC Aktie
Analyse vom 2011-01-17
Linde profitiert vom weltweiten Anziehen der Gasnachfrage. Im 3. Quartal erzielte das Unternehmen, auch dank positiver Währungseffekte, ein Umsatzplus von 16%. Damit hat sich das Wachstum gegenüber den Vorquartalen deutlich beschleunigt. In den ersten 9 Monaten des Jahres verdiente Linde 698 Mio € (+67%). Zu dem kräftigen Gewinnwachstum haben auch Effizienzsteigerungen und rückläufige Restrukturierungsausgaben beigetragen. Unsere bisherige Gewinnprognose von 799 Mio € für das abgelaufene Jahr hat Linde aller Voraussicht nach übertroffen. Positiv fällt auf, dass mittlerweile ein Großteil des Konzernumsatzes aus Wachstumsregionen stammt. In der Division Gas werden 22% der Erlöse in der Region Asien & Osteuropa sowie 17% in Südpazifik & Afrika erwirtschaftet. Die Region Amerika, zu der auch die lateinamerikanischen Märkte gehören, steuert weitere 22% zum Spartenumsatz bei. Der Rest entfällt auf den westeuropäischen Markt. Anders als in Westeuropa fiel das Wachstum in den erstgenannten drei Regionen zweistellig aus. Rund 70% der Sachinvestitionen entfallen heute auf Schwellenländermärkte. Vor diesem Hintergrund hat Linde ein zunehmend attraktives Wachstumsprofil. Die Risiken sind begrenzt: Die Gashersteller verfügen über einen robusten Cashflow und verdienen selbst in Krisenzeiten gut (siehe 2001/2002 und 2009). Nach der Konsolidierungswelle in den letzten Jahren dürfte es den Branchenteilnehmern zudem noch leichter fallen, Preisdisziplin walten zu lassen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-07-19
Die Zahlen von Linde zum Geschäftsjahr 2009 lagen im Rahmen der Erwartungen. In Anbetracht der schwierigen Rahmenbedingungen und Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen hat der Gashersteller mit rund 591 Mio € gut verdient. Die jüngsten Quartalszahlen boten ebenfalls keine Überraschung, der Aktienkurs hat sich dementsprechend nicht viel bewegt. Der Umsatz lag im 1. Quartal um 7% über dem Vorjahreswert. Der Konzerngewinn stieg deutlich auf rund 198 Mio €. Die Zahlen verdienen das Prädikat solide, versprühen jedoch auch keinen echten Glanz. Etwas enttäuschend war aus unserer Sicht, dass der Umsatz zum Jahresauftakt keine Steigerung gegenüber dem 4. Quartal darstellte. Im Zuge einer im Vergleich zum Vorjahr höheren Gasnachfrage, operativen Kostensenkungen und dem Wegfall von Restrukturierungskosten ist in diesem Jahr zwar von einem deutlichen Anstieg des Konzerngewinns auszugehen. Bei einem KGV von 18 dürfte dieser jedoch eingepreist sein. Zudem erscheint uns die Ausschüttungsquote nicht optimal bemessen. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapital lag per Ende Dezember 2009 bei 67%. Angesichts der robusten Einnahmeströme ist die Verschuldung moderat. Außerdem liegt der Cashflow deutlich über den Investitionen. Eine höhere Dividende wäre vor diesem Hintergrund gerechtfertigt und würde die Aktie attraktiver machen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
