Chevron Corp. Aktie
Analyse vom
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2011-04-05
Chevron lag mit seinen Jahresergebnissen im Wesentlichen im Rahmen unserer Erwartungen. Der Konzern profitierte von höheren Preisen für Öl und Raffinerieprodukte sowie im 4. Quartal von einem Sondererlös von rund 400 Mio $ aus dem Verkauf der Beteiligung an einem Pipelinebetreiber. Der erzielte Preis für Erdgas lag allerdings unter Vorjahresniveau. Enttäuscht hat auch die Reserveersatzrate von deutlich unter der wichtigen Marke von 100%. Die tägliche Öl- und Gasförderung wuchs nur um 2,2% auf 2,76 Mio Barrel. Chevron gab zwar keine konkrete Jahresprognose ab, stellte aber steigende Dividenden und Aktienrückkäufe in Aussicht. Chevron will das Engagement im volatilen Raffineriegeschäft reduzieren und im Gegenzug das Gasgeschäft ausbauen. Für 4,3 Mrd $ übernimmt der Konzern den US-Schiefergasspezialisten Atlas Energy. Das Unternehmen verfügt über große Gasreserven vor allem im Bundesstaat Pennsylvania. In den USA erlebt die Förderung von Gas aus bislang nur schwer zugänglichen Quellen dank neuer Fördertechniken derzeit einen Boom. Dort ist die Förderung bereits so erfolgreich, dass weniger Gas importiert werden muss. Dies setzt aber andererseits die Gaspreise unter Druck, wie die Jahreszahlen zeigen. In Ecuador ist Chevron wegen der Verursachung von Umweltschäden zu einer Strafzahlung von 8,6 Mrd $ verurteilt worden. Der Konzern geht auf verschiedenen Wegen gegen das Urteil vor. Selbst wenn das Urteil bestätigt werden sollte, sehen wir in dem Betrag keine besondere Belastung.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
