Centex Aktie

Analyse vom 2010-11-15

Die Ergebnisse des 2. Quartals wurden bei NVIDIA durch einen Materialfehler aus dem Jahr 2008 belastet. Dieser hatte bei hohen Temperaturen Chips lahm gelegt. Für die laufende Schadensersatzklage und die Beseitigung des Fehlers mussten Rückstellungen in Höhe von 194 Mio $ gebildet werden. Dadurch rutschte der Konzern im 2. Quartal in die roten Zahlen, nachdem im 1. Quartal noch ein operativer Gewinn von 147 Mio $ zu Buche stand, und wies ein Minus von 141 Mio $ aus. Im krisengeprägten Vorjahreszeitraum war es lediglich ein V erlust von 105 Mio $. Auch operativ schwächelte NVIDIA und profitierte von dem allgemeinen Halbleiterboom nur unterproportional. In Europa, aber auch in Asien, verliefen die Geschäfte schleppend. Billige Grafikkarten und PCs mit integrierter Grafik wurden von den Kunden präferiert, nachdem höhere Materialkosten und der schwache Euro NVIDIAs Produkte verteuert hatten. Der Umsatz lag lediglich um 5% über dem Vorjahresniveau. Für das 3. Quartal rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum von 3 bis 5%, was unter dem saisonalen Durchschnitt liegt. Wir rechnen damit, dass der Wettbewerb mit Konkurrent Advanced Micro Devices (AMD) zugenommen hat und AMD seine Wettbewerbsposition verbessern konnte. So konnte AMD laut der Marktforscher von Mercury Research im 2. Quartal erstmals mehr Grafikchips als NVIDIA absetzen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-05-17

Der globale PC-Markt hat sich schneller und stärker erholt als von NVIDIA erwartet. Die Prognose fürs 4. Quartal übertraf der Konzern mit einem Umsatzplus von 9% und einer Bruttomarge von 44,7% deutlich, was den Rückgang beim Jahresumsatz und den Verlust abfederte. V orläufige Entwarnung gibt es hinsichtlich Intels Vorstoß auf den High-End Grafikprozessormarkt. Intel wollte seinen ersten High-End Grafikprozessor (GPU) 2010 auf den Markt bringen, muss den Start aber aufgrund von Verzögerungen auf unbestimmte Zeit verschieben. Intel will aber weiter an der Entwicklung arbeiten, da der High-End Grafikmarkt mit Wachstumsfeldern wie dem Supercomputing von strategischer Bedeutung ist. Mittelfristig wird NVIDIA auch von Intels und AMDs Plänen bedroht, Grafikprozessoren mit dem Hauptprozessor in einem Design zu integrieren, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. NVIDIA bietet aber keine Hauptprozessoren an, sodass der Konzern dieser Entwicklung entgegensteuert, indem er seine Geschäftsbasis diversifiziert. Beim Supercomputing hat der Konzern eine Vorreiterrolle inne und das viel versprechende Geschäftsfeld mit GPUs für mobile Geräte wuchs um 20%. Aber egal in welches Geschäftsfeld NVIDIA vorstößt, die Konkurrenz ist groß und die Technologieführerschaft kann nur durch hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gesichert werden. 70% der Mitarbeiter arbeiten in diesem Bereich.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2009-11-16
2 Analyse vom 2009-05-18
3 Analyse vom 2008-11-17
4 Analyse vom 2008-05-19
5 Analyse vom 2007-11-13
6 Analyse vom 2007-05-15
7 Analyse vom 2006-11-14
8 Analyse vom 2006-05-15
9 Analyse vom 2005-11-14