Campbell Soup Aktie
Analyse vom 2011-03-14
Campbell hat zum zweiten Mal die Markterwartungen verfehlt. Der Konzern verwies auf höhere Werbeausgaben sowie den zunehmenden Wettbewerbsdruck auf dem US-Markt, der sich negativ auf die Absatzpreise auswirkt. Höhere Rohstoffkosten haben die Ergebnisentwicklung ebenfalls belastet. Allerdings hat der aufgestockte Werbe- und Marketingetat nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Im 2. Quartal schrumpfte der Umsatz um 1,2% auf 2,13 Mrd $ und der Gewinn um 7,7% auf 239 Mio$. Entsprechend fielen die Ergebnisse auch auf Halbjahresbasis schwächer aus als im V orjahr. In allen Regionen gingen die Umsätze zurück. Bei den Produkten konnte lediglich die Sparte Backwaren/Snacks mit einem Zuwachs von 5% überzeugen. Die Jahresprognose wurde erneut gesenkt. Campbell erwartet jetzt einen Umsatz auf V orjahresniveau sowie einen Gewinnrückgang um 1 bis 3%. Vergleichsbasis ist der bereinigte Vorjahreswert von 2,47 $ pro Aktie. Sorgen bereitet auch die Bilanz. Die Gesamtschulden belaufen sich aktuell auf 3,12 Mrd $, was einem Anstieg um 18% innerhalb der letzten 12 Monate entspricht. Dem stehen nur 325 Mio $ Cash sowie 892 Mio $ Eigenkapital gegenüber. Statt sich auf den Schuldenabbau zu konzentrieren, kauft Campbell eigene Aktien zurück: Im 1. Halbjahr waren es 16 Mio für 573 Mio $. Der Konzern sollte sein Produktportfolio überdenken, die Bilanz stabilisieren, Kosten senken und das Aktienrückkaufprogramm aussetzen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-09-13
Campbell hat das Jahr mit einem kräftigen Gewinnsprung abgeschlossen und unsere Erwartungen übertroffen. Allerdings fielen im Vorjahr Sonderbelastungen an. Das bereinigte Gewinnwachstum betrug 9%. Der Umsatz legte nur um 1,2% zu und verfehlte unsere Erwartungen. In den USA verkaufte der Konzern 2% weniger Suppen, Soßen und Getränke. International konnte Campbell dagegen um 5% zulegen. Mit einem Zuwachs von 7% entwickelte sich die Sparte Backwaren und Snacks ebenfalls überdurchschnittlich. Treibende Kraft waren vor allem günstige Wechselkurseffekte im internationalen Geschäft. Für das laufende Geschäftsjahr hat das Management ein Umsatzwachstum zwischen 2 und 3% sowie einen Gewinnanstieg pro Aktie von 5 bis 7% in Aussicht gestellt. Das prognostizierte Umsatzwachstum liegt unterhalb der langfristigen Zielbandbreite von 3 bis 4%. Grund ist das veränderte Konsumentenverhalten angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten. Die Jahresziele sind realistisch. Herausforderungen sind steigende Kosten für Agrarrohstoffe und die Konkurrenz durch Billigangebote. Für Campbell sprechen aber die dominante Wettbewerbsposition in der US-Suppenindustrie und die damit verbundene Preismacht sowie die Investitionen in die Verbesserung der Produktpalette, besonders in kalorienarme Suppen, und in die internationale Expansion. Hohes Wachstumspotenzial versprechen vor allem die „Suppenländer“ Russland und China. Geplant sind auch Zukäufe in der Sparte Backwaren und Snacks.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
