Cadbury Schweppes Aktie
Analyse vom 2011-01-17
Bereinigungen im Sortiment und Investitionen in die Produktgruppen Wein, Perlwein sowie Spirituosen, um die Abhängigkeit vom schwierigen Geschäft mit Sekt zu reduzieren, zahlen sich aus. Zudem werden in allen Segmenten die Preise erhöht und dabei Umsatzund Absatzrückgänge zugunsten der Ertragsqualität in Kauf genommen. Der Lohn: Schloss Wachenheim hat das Geschäftsjahr 2009/10 mit einem der besten Ergebnisse der Firmengeschichte abgeschlossen. Bei einem Umsatzrückgang um 4,3% stieg der Gewinn deutlich um 23,4% auf 9 Mio €. Aber auch nach Anteilen Dritter betrug das Plus noch 11,6%. Die Bilanz ist ebenfalls stärker geworden. Die Finanzverbindlichkeiten wurden um 16,1 auf 74,7 Mio € gesenkt. Gleichzeitig verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 44,3%. Im 1. Quartal 2010/11 zogen Umsatz und Absatz schon wieder leicht an. Der Gewinn hat sich jedoch wegen hoher Marketingaufwendungen mehr als halbiert. Denn immer mehr gefragt ist die alkoholfreie Sektvariante Light Live. Schon im letzten Jahr stieg der Absatz um 25% auf 7 Mio Flaschen. Mit einer teuren Werbekampagne will Schloss Wachenheim das Absatzwachstum weiter vorantreiben. Erste Erfolge sollten in den Zahlen für das wichtige 2. Quartal sichtbar werden. Im laufenden und kommenden Geschäftsjahr erwartet das Management Wachstumsraten von jeweils 4 bis 8%. Vor allem das Osteuropa-Geschäft will das Unternehmen mit dem Zukauf weiterer Getränkemarken ausweiten.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-07-19
Schloss Wachenheim hat in den ersten 9 Monaten den Gewinn erneut kräftig gesteigert. Der Umsatzrückgang wurde bewusst in Kauf genommen. Denn das Unternehmen setzte in den vergangenen Monaten Preiserhöhungen in allen Produktgruppen durch. Dies hat zwar den Konsum und damit den Absatz gebremst, jedoch bewirkten die Preiserhöhungen eine starke Verbesserung der Ertragsqualität. Das operative Ergebnis stieg um 17,4% auf 15,5 Mio €, sodass sich eine Marge von 7,4% errechnet. Die Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität sind also nach wie vor erfolgreich. Das Unternehmen hat die Personalkosten weiter gesenkt und sich von Kleinkunden sowie etwa 1.000 Artikeln des Sortiments getrennt. Zusätzlich wurden die Lagerbestände weiter abgebaut. Für 2009/10 hatte Schloss Wachenheim einen Gewinn von knapp 1 € pro Aktie prognostiziert. 2010/11 soll es dann mehr als 1 € werden. Hinzu können Sondererträge kommen. Das Unternehmen will sich von nicht betriebsnotwendigem Vermögen, also Immobilien, trennen. Die möglichen Verkaufserlöse beziffert der Vorstand auf 20 bis 40 Mio €. Die Buchwerte der Objekte betragen aber nur etwa 8 Mio €. Im Verkaufsfall würden demnach hohe stille Reserven gehoben. Schloss Wachenheim hat 2 Jahre lang erfolgreich restrukturiert und erntet jetzt die Früchte. Das Unternehmen notiert deutlich unter dem Buchwert von aktuell 16,05 € pro Aktie. Und das trotz Turnaround mit steigenden Margen und verbesserter Bilanz.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
