Bucher Industries Aktie

Analyse vom 2011-02-14

Bucher hat im abgelaufenen Jahr einen Umsatzrückgang um 5% verkraften müssen, der Auftragseingang zog dagegen um 23% auf 2,22 Mrd SFr an. Der Auftragsbestand erhöhte sich sogar um 31% auf 663 Mio SFr. Insbesondere im 4. Quartal hat sich das Geschäft deutlich belebt. Einen Umsatzzuwachs erzielte lediglich die Sparte Hydraulics dank der Erholung in den Marktsegmenten Baumaschinen, Fördertechnik und Industriehydraulik. Municipal bekam die hohen Schulden einiger europäischer Länder sowie die Sparprogramme der Gemeinden zu spüren. Und bei Emhart Glass hat sich die Spätzyklik und Kapitalintensität des Geschäfts negativ bemerkbar gemacht. Besserung ist jetzt aber in Sicht. Zwei Großaufträge von Indiens größtem Glasbehälter-Hersteller über die Lieferung von Glasformungs-Maschinen sind ein deutliches Anzeichen. Auftragsmäßig ging es jedoch in allen Sparten aufwärts. Die Kuhn Group profitierte von der weltweit anziehenden Nachfrage nach modernen Landmaschinen. Der Auftragseingang stieg um 33% auf 976 Mio SFr. Wir erwarten eine Fortsetzung des positiven Trends. Die Sparte hat sich zu 24% an der deutschen Rauch Landmaschinen-Fabrik beteiligt. Rauch ist ein Spezialist für Dünger, Winterdienststreuer sowie Sämaschinen und erzielte 2010 einen Umsatz von 42 Mio €. Bodenbearbeitung, Sä- und Düngetechnik sind entscheidende Prozesse zur Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft. Trotz der eher enttäuschenden Umsatzentwicklung werde der Jahresgewinn laut Management höher ausfallen als bisher erwartet.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-08-16

Bucher nimmt nur langsam wieder Fahrt auf. Die Bestellungen nahmen zwar im 1. Halbjahr um 23,3% auf 1,01 Mrd SFr zu. Der Umsatz konnte dieser positiven Entwicklung wegen des um 336 Mio SFr tieferen Auftragsbestands zu Beginn des Jahres aber nicht folgen und schrumpfte um knapp 12%. Der Gewinn stieg dagegen leicht an. Positiv auch: Die Eigenkapitalquote hat sich seit Jahresanfang etwas verbessert und die Nettoverschuldung auf 156 Mio SFr mehr als halbiert. Mit seiner Jahresprognose war Bucher sehr vorsichtig, zumal sich die Auftragsentwicklung im 2. Quartal gegenüber dem ersten wieder etwas verlangsamt hat. Zudem liegt der Auftragsbestand mit 462 Mio SFr immer noch unter dem Wert des Vorjahres und dem von Ende 2009. Das Management rechnet ohne Berücksichtigung der 2009 vorgenommenen Wertminderungen von 86 Mio SFr mit einem Umsatz, Betriebs- und Konzernergebnis in der Größenordnung des Vorjahres. Die einzelnen Sparten werden sich im 2. Halbjahr sehr unterschiedlich entwickeln. Hydraulics dürfte wie bisher am stärksten abschneiden. Kuhn hat dagegen schwere Zeiten vor sich. Denn die Investitionsbereitschaft der Landwirte wird durch rückläufigen Einnahmen und die Unsicherheit über staatliche Sparmaßnahmen gebremst. Kuhn kommt zumindest der schwache Euro zugute, da der größte Teil der Produktionsbasis in der Eurozone angesiedelt ist, sodass sich die Wettbewerbsfähigkeit auf den Exportmärkten erhöht. Die äußerst durchwachsenen Halbjahreszahlen belegen, dass sich die für Bucher relevanten Märkte nur langsam erholen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-02-15
2 Analyse vom 2009-08-17
3 Analyse vom 2009-02-16
4 Analyse vom 2008-08-11
5 Analyse vom 2008-02-11
6 Analyse vom 2007-08-14
7 Analyse vom 2007-02-13
8 Analyse vom 2006-08-14
9 Analyse vom 2006-02-14