BSCH Aktie

Analyse vom 2010-11-15

Banco Santander hat im 3. Quartal 2010 ihre operativen Erträge um 5,6% auf 10,6 Mrd € gesteigert. Der Gewinn brach aber um mehr als ein Viertel auf 1,64 Mrd € deutlich ein. Grund sind die gestiegenen Risikokosten im Kreditgeschäft und die höheren Minderheitenanteile. In den gesamten 9 Monaten ging der Gewinn um 10% auf 6,08 Mrd € zurück. Die stärksten Zuwächse erfolgten in Lateinamerika. Dagegen ging in den saturierten Märkten Kontinentaleuropas der Gewinn zurück. In Deutschland, Großbritannien und den USA konnte aber im Zuge der Restrukturierungen der Marktanteil ausgebaut werden. Zudem hat die Bank in Polen und Mexiko ihre Präsenz gestärkt. In der Kernregion Kontinentaleuropa mit dem Heimatmarkt Spanien war der Gewinn um 20% rückläufig. Grund war die schwache Entwicklung im klassischen Filialbankengeschäft. Einzig das Finanzgeschäft mit Privatkunden erreichte im jüngsten Quartal eine starke Gewinnsteigerung von 29%. Ein zweistelliger Gewinnzuwachs erfolgte auch in Großbritannien. In den Schwellenländern Lateinamerikas konnte die Profitabilität am stärksten in Mexiko, Uruguay und in Argentinien gesteigert werden. Darüber hinaus hat die US-Tochter Sovereign im 3. Quartal ihren Gewinn auf 157 Mio $ verbessert. Im Vorjahr war noch ein leichter Verlust von 4 Mio $ angefallen. Banco Santander profitiert von ihrer breiten geografischen Diversifikation, der Dynamik in den Schwellenländern und den Restrukturierungen. Die Aktie wirft eine hohe Dividende ab.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-05-17

Banco Santander hat im 1. Quartal 2010 ihre operativen Erträge um 11% auf 10,3 Mrd € gesteigert. Das organische Wachstum ohne Akquisitionen und Währungseffekte belief sich auf 3%. Haupttreiber des Erfolgs war das starke Wachstum des Zinsergebnisses von 18%. Der Reingewinn für die Aktionäre kletterte aber nur moderat um 5,7% auf über 2,2 Mrd €. In der Kernregion Kontinentaleuropa mit dem Heimatmarkt Spanien ist im klassischen Filialgeschäft ein Gewinneinbruch von 8% auf 500 Mio € verzeichnet worden. Ebenso war die Gewinnentwicklung in Portugal leicht rückläufig. Einzig im Finanzgeschäft mit Privatkunden kletterte das Ergebnis deutlich um 22% auf 189 Mio €. Auch die Gewinnentwicklung in Lateinamerika war fulminant. In Mexiko wuchs das Ergebnis um 32% und in Brasilien um über 38%. Das brasilianische Geschäft ist mittlerweile mit einem Quartalsgewinn von 603 Mio € ein wichtiger Wachstumstreiber des Konzerns. Ein zufriedenstellendes Ergebnis wurde zudem in den Vereinigten Staaten erzielt. Auf dem US-Markt hat die Tochter Sovereign das zweite Quartal in Folge einen leichten Überschuss erzielt. Santander verfügt über ein sehr profitables Geschäftsmodell und hat während der Finanzkrise keine staatlichen Kapitalhilfen beansprucht. Spaniens größte Bank ist niedrig bewertet, der Aktienkurs notiert nahe dem Buchwert. Darüber hinaus wirft die Aktie eine sehr attraktive Dividendenrendite ab.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2009-11-16
2 Analyse vom 2009-05-18
3 Analyse vom 2008-11-17
4 Analyse vom 2008-05-19
5 Analyse vom 2007-11-13
6 Analyse vom 2007-05-15
7 Analyse vom 2006-11-14
8 Analyse vom 2006-05-15
9 Analyse vom 2005-11-14