Bombardier Aktie
Analyse vom 2011-03-14
Biogen Idec überzeugte mit starken Zahlen und gab einen optimistischen Ausblick auf das Jahr 2011. Der boomende Markt für Medikamente zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS) ließ den Umsatz von Avonex und Tysabri deutlich ansteigen. Der Gewinn je Aktie legte im abgelaufenen Jahr auch aufgrund der niedrigen Aktienzahl um 18% zu. Biogen kaufte 40 Mio eigene Aktien zurück und schüttete auf diesem Wege über 2 Mrd $ aus. Vor Sonderfaktoren lag der Gewinn bei 5,15 $ je Aktie (+25%). Die obligatorischen, nicht-zahlungswirksamen Abschreibungen im Zusammenhang mit Übernahmen sind in dieser Rechnung nicht enthalten. Der freie Cashflow lag ebenfalls deutlich über dem Nettogewinn. Biogen will sich mit einem straffen Effizienzprogramm für die Zukunft rüsten. Dieses sieht unter anderem die Zusammenlegung von Fabriken und Stellenstreichungen vor. Zudem will sich das Unternehmen auf die vielversprechendsten Forschungsprojekte fokussieren und die Forschungsausgaben damit auf 22 bis 24% des Konzernumsatzes begrenzen. An der Börse kam dies gut an. Dass Biogen auch noch Fortschritte bei der Minimierung der gesundheitlichen Risiken von Tysabri erzielte, gab der Aktie einen weiteren Schub. Tysabri gilt als weltweit wirksamstes MS-Mittel, birgt jedoch auch erhöhte Gesundheitsrisiken und wurde vor einigen Jahren zeitweise vom Markt genommen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-09-13
Biogen Idec ist weiter auf Wachstumskurs. Im 2. Quartal stieg der Konzernumsatz um 11% auf 1,2 Mrd $. Dazu haben alle Produkte beigetragen. Der Tysabri-Umsatz legte um 17% zu. Für Rituxan meldete das Unternehmen 11% mehr Umsatz, für Avonex 6% mehr. Der Konzerngewinn legte dank Kostensenkungen und rückläufigen Sonderausgaben deutlich überproportional auf 293 Mio $ (+105%) zu. CEO George Scangos setzt nun alles daran, die im späten Entwicklungsstadium befindlichen Forschungen voranzubringen. Die Forschungs-Pipeline berge das Potenzial von 5 Markteinführungen in den kommenden drei Jahren. Zudem will sich der neue Firmenchef an eine Rationalisierung der Pipeline machen und wenig erfolgversprechende Projekte streichen. Im 2. Quartal gingen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) bereits um 20% zurück. Sägt das Unternehmen damit am eigenen Ast? Danach sieht es nicht aus, denn gemessen am prozentualen Anteil vom Umsatz liegen die FuE-Ausgaben immer noch bei 27% und damit höher als bei vergleichbaren Unternehmen. Die Quartalszahlen von Biogen waren erneut stark, allerdings ist auch dieses Unternehmen vor Rückschlägen nicht gefeit. Zwischen 2012 und 2015 laufen die Patente für erste Versionen der eigenen Präparate aus, für andere, neuere Varianten besitzt das Unternehmen dagegen noch bis 2026 das exklusive Verkaufsrecht. Die Folgen sind angesichts des Patentwirrwarrs nur schwer abschätzbar.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
