Barclays Aktie
Analyse vom 2010-11-15
Die Barclays Gruppe hat im 1. Halbjahr 2010 ihr operatives Ergebnis vor Steuern um 44% auf 3,95 Mrd £ kräftig gesteigert. Hintergrund ist der deutliche Rückgang der Wertberichtigungen und Kreditrückstellungen um ein Drittel auf 3,08 Mrd £. Dazu trugen vor allem die verbesserten Marktbedingungen in der Kapitalmarktsparte Barclays Capital bei. In diesem Bereich hat sich der Vorsteuergewinn auf 3,4 Mrd £ mehr als verdreifacht. Auch im heimischen Filialbankengeschäft konnte der Konzern seinen Vorsteuergewinn um 61% auf 504 Mio £ deutlich verbessern. Dabei trug aber die Akquisition der Standard Life Bank im Januar zu einem Sondergewinn von 100 Mio £ bei. Im westeuropäischen Retailbanking ist wegen des anspruchsvollen Marktumfeldes der Gewinn auf 10 Mio £ massiv eingebrochen. Barclays verblieb hier aber wenigstens noch in der Gewinnzone. Mit einem Gewinnrückgang von 15% hat es das Kreditkartengeschäft nicht ganz so heftig getroffen. Hier ist auch die Zahl der Kunden in Großbritannien und im Ausland binnen Jahresfrist um 2 Mio zurückgegangen. Der V orstand zeigte sich verhalten optimistisch. Wegen der Unsicherheiten über die neuen Kapitalanforderungen sollen die Gewinne im Unternehmen verbleiben und nicht ausgeschüttet werden. Daher soll die Quartalsdividende von 1 Pence je Aktie vorläufig nicht erhöht werden. Das Geschäftsmodell ist profitabel und die Bank hat eine führende Marktstellung.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-05-17
Barclays hat im 1. Quartal 2010 die Bruttoeinnahmen um 4% auf 8,1 Mrd £ gesteigert. Der britische Bankkonzern konnte dank der verbesserten Marktbedingungen seine Wertberichtigungen und Kreditrückstellungen um 35% auf 1,5 Mrd £ zurückführen. Der Reingewinn kletterte um satte 29% auf 1,07 Mrd £. Der Vorsteuergewinn ist sogar um 47% auf 1,82 Mrd £ gewachsen. Hintergrund ist das starke Geschäft im Investmentbanking. In der Kapitalmarktsparte Barclays Capital wuchs der Gewinn um 62% auf 1,47 Mrd £. Allerdings ist im globalen Retailbanking ein leichter Ergebnisrückgang auf 403 Mio £ verzeichnet worden. Die stärksten Einbrüche ereigneten sich im westeuropäischen Retailbanking und im Kreditkartenbereich Barclaycard. Hier gingen die Gewinne um fast ein Drittel zurück. Im britischen Filialbankengeschäft konnte der Konzern seinen Vorsteuergewinn um ein Fünftel auf 238 Mio £ verbessern. Das Engagement von Barclays in den von der Schuldenkrise erfassten südeuropäischen Euroländern ist gering. Andererseits birgt die starke Abhängigkeit vom Investmentbanking nun Gefahren. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2009 einen Rekordgewinn von fast 10 Mrd £ erzielt. Hintergrund ist hier der Verkauf von BGI (Barclays Global Investors) an die Investmentgesellschaft BlackRock. Diese Transaktion führte zu einem buchhalterischen Nachsteuergewinn von 6,3 Mrd £. Bereinigt um diesen Sondereffekt wird Barclays in 2010 einen Gewinnanstieg verzeichnen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
