Altadis Aktie
Analyse vom
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2011-03-14
Besonders in den Schwellenländern greifen immer mehr Menschen zu Schokolade aus der Produktion von Barry Callebaut. Im 1. Quartal steigerte der Konzern in einem stagnierenden Schokoladen-Markt den Umsatz um 5%. Geholfen haben auch niedrigere Kakaopreise. Die verkaufte Menge an Kakaopulver, Flüssigschokolade und anderen Schokoladenprodukten stieg sogar um 5,6% auf 383.222 t. Wachstumstreiber waren die Sparten Gourmet & Spezialitäten sowie Kakaoprodukte. Das Management bekräftigte seine mittelfristigen Ziele: 6 bis 8% Wachstum pro Jahr bei Verkaufsmenge und operativem Ergebnis in Lokalwährungen. Politische Spannungen in Afrika können allerdings zu Lieferausfällen führen und den Kakaopreis wieder nach oben treiben. Besonders der weltweit größte Kakaoproduzent, die Elfenbeinküste, bereitet Sorgen. Barry Callebaut kauft dort rund ein Viertel der gesamten Ernte auf und verarbeitet 60% dieser Menge im Land selbst. Im Fall eines Bürgerkrieges müssten Produktionsstätten geschlossen werden. Um sich unabhängiger zu machen, plant Barry Callebaut jetzt Investitionen in den Ausbau der Produktion in China, Malaysia, Russland und Brasilien. Daneben sucht der Konzern weitere Partnerschaften wie die im September 2010 geschlossene globale Liefervereinbarung mit Kraft Foods. Der Deal ist einer der größten in der Firmengeschichte von Barry Callebaut. Kraft produziert jährlich rund 800.000 t Schokolade, wovon aber nur ein winziger Teil ausgelagert ist. Zudem will Kraft die hochmargige Sparte Gourmet & Spezialitäten stärken.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
