Ahold Aktie
Analyse vom
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-12-13
Die Konsumflaute in den USA hat das Wachstum von Ahold gebremst. Das Unternehmen, das mehr als die Hälfte seiner Umsätze in den USA erwirtschaftet, wies für das 3. Quartal einen Anstieg des operativen Gewinns um 7,5% auf 285 Mio € aus und verdiente damit 10% weniger als von Branchenexperten erwartet. Das operative Ergebnis in den USA sank wegen Integrations- und Umbaukosten. Entsprechend fiel die Reaktion an der Börse aus: Die Aktie gab bis zu 3,6% nach und rutschte damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober. Auf dem wichtigen US-Markt kletterten die Erlöse auf vergleichbarer Basis zwar um 0,6%. US-Rivalen mussten jüngst jedoch deutliche Rückgänge hinnehmen. In den Niederlanden legte der Umsatz um 4,5% zu – insgesamt stieg er um 4,6% auf 6,7 Mrd €. Das Wachstum ging aber fast ausschließlich auf das Konto der zugekauften Kette Ukrop’s. Verstimmt zeigten sich Aktionäre darüber, dass Ahold noch immer keine klare Aussagen zur Nutzung der mit 2 Mrd € gefüllten Konzernkasse machte. Angesichts der sich stabilisierenden Konjunktur könnten die Chancen auf günstige Übernahmen schwinden. Hartnäckig hält sich das Gerücht, Ahold plane ein Gebot für den niederländischen Rivalen Hema. Doch der Konzernchef hat sich dazu bisher nicht geäußert. Ahold ist vor allem dank niedriger Preise besser durch die Krise gekommen als viele Rivalen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
