Agfa-Gevaert Aktie
Analyse vom 2011-01-17
BASF kann schneller als erwartet an die Vorkrisenniveaus anknüpfen. Angesichts des günstigen konjunkturellen Umfelds steuert der Konzern 2010 auf Spitzenwerte beim Umsatz und Ergebnis zu. Nach den guten Zahlen im 3. Quartal wurde die Prognose angehoben. Der Konzern strebt einen Umsatz von 63 Mrd € und ein EBIT vor Sondereinflüssen von mehr als 8 Mrd € an. BASF wächst schneller als die weltweite Chemieproduktion und wird eine hohe Prämie auf die Kapitalkosten verdienen; folgerichtig soll die Dividende angehoben werden. BASF hat in der Krise seine Wettbewerbsfähigkeit und die Kostenstruktur verbessert. Durch die Übernahmen der Spezialchemieunternehmen Ciba und Cognis wurde das Portfolio konjunkturrobuster gemacht. Nachdem die Integrationskosten abgeschrieben sind, erhoffen wir uns von den Übernahmen mittelfristig einen Margenanstieg. Auf der anderen Seite versucht sich der Konzern von besonders konjunkturanfälligen Geschäftsbereichen zu trennen. Aktuell steht das Geschäft mit Styrolkunststoffen, die als Vorprodukte in der Elektroindustrie und Kommunikationstechnik zum Einsatz kommen, vorm Verkauf. Es macht rund 5% des Gesamtumsatzes aus. Nach der guten Geschäftsentwicklung haben wir unsere Prognosen nach oben korrigiert. BASF konnte sich 2010 deutlich besser als der Vergleichsindex DAX entwickeln. Die jüngsten Preisanstiege bei Rohstoffen können mittels der konzerneigenen Öl- und Gasproduktion gehedgt werden.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-07-19
BASF konnte, wie von uns angenommen, 2009 nicht seine Kapitalkosten verdienen und musste die Dividende kürzen. Insbesondere die hohen Integrationskosten der Ciba Übernahme belasteten die Ergebnisse. 2010 gehen die Integrationskosten aber stark zurück, sodass wir mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung rechnen und der Konzern auch wieder eine Prämie auf die Kapitalkosten verdienen kann – Grundvoraussetzung für einen Dividendenanstieg. Das 1. Quartal macht Mut: Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 26,5% und das operative Ergebnis sogar um 98%. Dazu trugen alle Geschäftsbereiche mit Ausnahme der Öl- und Gassparte bei, die von den gesunkenen Erdgaspreisen belastet wird. Im Juni vermeldete BASF die Übernahme des Spezialchemieherstellers Cognis für 3,1 Mrd €. Wir sehen die Übernahme aus zwei Gründen positiv: 1. In der Spezialchemie lassen sich höhere Margen verdienen und BASFs Portfolio wird konjunkturresistenter; 2. Cognis ist im Gegensatz zu Ciba ein bereits restrukturiertes Unternehmen, das nicht so hohe Integrationskosten erfordert. Mit dem Kauf übernimmt BASF auch Schulden in Höhe von 2,4 Mrd €, die in absehbarer Zeit keine weiteren Großeinkäufe erlauben, um das A-Kreditrating nicht zu gefährden. BASF generiert auch in Krisenzeiten einen soliden Cashflow, der eine attraktive Dividendenpolitik erlaubt, und ist für die Zukunft, auch durch die verbesserte Kostenstruktur, gut aufgestellt.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
