Abertis Aktie
Analyse vom
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2011-04-05
Abertis hat das Geschäftsjahr 2010 dank seiner geografischen und Segmentdiversifizierung erfolgreich abgeschlossen und die vorläufigen Zahlen präsentiert. Demnach legte der Umsatz um 5,7% auf 4,16 Mrd € zu, wobei inzwischen das Auslandsgeschäft rund 50% ausmacht. Mit 75% Umsatzanteil steuert die Sparte Autobahnbetrieb immer noch den höchsten Beitrag zum Gesamtumsatz bei. Das Verkehrsaufkommen auf den spanischen Autobahnen hat sich gegenüber 2009 um weitere 0,4% reduziert und spiegelt die schwierige wirtschaftliche Lage Spaniens wider. Immer mehr Autofahrer weichen auf die gebührenfreien Nebenstrecken aus. Zusätzlich hat der LKW-Fahrerstreik im 1. Halbjahr belastet. Auf Frankreichs Autobahnen legte das Verkehrsaufkommen um 1,3% zu, wobei der Schwerlastverkehr um 5% wuchs. Die Übernahmeabsichten des britischen Finanzinvestors CVC werden immer konkreter. Die Briten sind bereit, 12 Mrd € für Abertis zu zahlen. Erst im August hatte die Private-Equity-Gruppe 15,5% an Abertis erworben für 1,7 Mrd €. Im Gegenzug reduzierte der Hochtief-Großaktionär ACS seine Beteiligung an Abertis auf knapp 10,3%. Für CVC wäre ein Kompletterwerb von Abertis sinnvoll. Dann könnte der Finanzinvestor das Unternehmen von der Börse nehmen und den Abertis-Anteil seinem Infrastruktur-Fonds zuschreiben.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
