UBS Aktie
Analyse vom 2010-11-15
Die UBS hat im 3. Quartal 2010 einen Reingewinn von 1,7 Mrd SFr erwirtschaftet. Darin ist auch ein positiver Steuereffekt von 825 Mio SFr enthalten. Im V orjahr war noch ein Verlust von 564 Mio SFr angefallen. Allerdings hat die Sparte Investment Bank im jüngsten Quartal einen Vorsteuerverlust von 406 Mio SFr hinnehmen müssen. Das ist auf die Neubewertung von eigenen Schuldtiteln und dem schwierigen Marktumfeld zurückzuführen. Unter Ausklammerung des Verlustes aus eigenen Verbindlichkeiten sanken die Erträge um mehr als ein Drittel. Der Einbruch erfolgte in den wichtigen Geschäftsfeldern für Anleihen, Devisen und im Aktiengeschäft. Einzig der Kreditbereich lieferte dank der Neuemission strukturierter Produkte gute Ergebnisse. Darüber hinaus konnte erstmals seit Anfang 2008 der Abfluss von Kundengeldern in der Vermögensverwaltung gestoppt werden. Haupttreiber des Nettoneugeldzuflusses von 1,0 Mrd SFr war das Geschäft im asiatisch-pazifischen Raum und das Geschäft mit sehr vermögenden Kunden. Gleichzeitig rückt das Ende des Steuerstreits in den Vereinigten Staaten näher. Die UBS ist in den USA der Beihilfe zur Steuerhinterziehung beschuldigt worden. Das USJustizministerium hat aber mittlerweile alle Verfahren eingestellt. Der Vorstand rechnet mit einer Geschäftsbelebung im letzten Quartal. UBS-Chef Grübel ist zuversichtlich, dass die Bank ihre mittelfristigen Ziele erreichen wird. Dabei wird die UBS wegen der neuen Kapitalanforderungen ihre Gewinne einbehalten.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-05-17
Die UBS hat im 1. Quartal 2010 einen Reingewinn von 2,2 Mrd SFr erzielt. Im Vorjahr war ein Verlust von knapp 2 Mrd SFr angefallen. Haupttreiber des Erfolgs war das starke Handelsergebnis. Das ist auf die gute Geschäftsentwicklung im Investmentbanking zurückzuführen. Die Geschäftssparte Investment Bank erzielte einen Vorsteuergewinn von 1,2 Mrd SFr. Das ist in erster Linie dem Turnaround im Geschäftsfeld für Anleihen, Währungen und Grundrohstoffe zu verdanken. Die Erträge haben sich hier gegenüber dem Vorquartal auf 2,17 Mrd SFr mehr als vervierfacht. Die Verbesserungen gab es in allen Bereichen, vor allem aber im Kreditbereich. Auch im Aktiengeschäft legten die Erträge um ein Drittel auf 1,26 Mrd SFr deutlich zu. Darüber hinaus hat sich die zweite Säule des Konzerns, Wealth Management & Swiss Bank, solide entwickelt. In diesem Bereich kletterte das Vorsteuerergebnis um 5% auf 1,2 Mrd SFr. Konzernchef Oswald Grübel erwartet auf mittelfristige Sicht eine stetige Verbesserung des Ergebnisses besonders im Wealth Management. In dieser Sparte hat sich auch der Abfluss von Nettoneugeldern stark vermindert. Er lag im März bei 8 Mrd SFr, verglichen mit 33 Mrd SFr im V orquartal. Das ist auf die erfolgreichen Maßnahmen des Vorstandes und die schwächere Einwirkung von Sondereffekten zurückzuführen. Im letzten Quartal hat vor allem die italienische Steueramnestie erheblichen Einfluss gehabt. Die UBS hat eine starke Marktstellung.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
