Swatch Group Aktie

Analyse vom

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-12-13

Praktiker ist immer noch eine Großbaustelle. Die 20%-Aktionen drücken auf die Margen und das Zurückfahren dieser Rabattaktionen belastet den Umsatz. Zudem laufen die Geschäfte in Rumänien und Griechenland krisenbedingt sehr schlecht. Die Kosten für das Umbauprogramm „Praktiker 2013“ sowie Abfindungen für Manager belasten zusätzlich. In den ersten 9 Monaten ging der Umsatz um 5,8%, in Deutschland sogar um 6,3% zurück. Flächenbereinigt lagen die Rückgänge bei mehr als 7%. Unter dem Strich stand ein Verlust von knapp 1,5 Mio €. Auch das Gesamtjahr dürfte Praktiker mit einem 5- bis 6%igen Umsatzrückgang und einem Verlust abschließen, zumal auch im 4. Quartal noch Kosten für „Praktiker 2013“ anfallen. Finanziell ist der Konzern aber solide aufgestellt. Die geplanten Investitionen von 70 Mio € können aus dem operativen Cashflow gezahlt werden. Liquidität und Nettoverschuldung dürften sich im Jahresvergleich verbessern. Zudem hat Praktiker Zugriff auf eine noch nicht in Anspruch genommene syndizierte Kreditlinie von 200 Mio €. Mit „Praktiker 2013“ will der Konzern weg vom Billig-Image und die Kosten deutlich senken. Geplant sind Verbesserungen beim Einkauf und Warenwirtschaftssystem. Außerdem mehr Service, mehr Eigenmarken, der Aufbau sogenannter Konzeptmärkte und ein Online-Shop. Im 3. Quartal hat sich das Umbauprogramm bereits ausgezahlt: Der Gewinn stieg um 19,5% auf 11,7 Mio €. Dennoch: Selbst das Management sieht noch keine Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-06-21
2 Analyse vom 2009-12-14
3 Analyse vom 2008-12-15
4 Analyse vom 2008-06-16
5 Analyse vom 2007-12-11
6 Analyse vom 2007-06-19
7 Analyse vom 2006-12-12
8 Analyse vom 2006-06-20
9 Analyse vom 2005-12-12